Vermischtes

Griechenland Regierung vermutet Brandstiftung

1218 Häuser durch Feuer zerstört

Archivartikel

Athen.In den Waldbrand-Gebieten nahe der griechischen Hauptstadt Athen haben Einsatzkräfte weitere Tote gefunden. Die Zahl der Opfer stieg auf 83. Dies teilten die Behörden gestern Abend mit. Erstmals äußerte sich die griechische Regierung über die möglichen Ursachen der verheerenden Brände. Sie könnten das Werk von Brandstiftern sein. „Es gibt Indizien, die uns zu diesen Gedanken führen“, sagte der stellvertretende Minister für Bürgerschutz, Nikos Toskas, gestern Abend.

Aus Satellitenaufnahmen ergebe sich, dass westlich von Athen binnen kürzester Zeit mehrere Brände entlang einer Straße ausgebrochen seien, bekräftigte er. Östlich von Athen habe sich der Brand wegen enorm starker Winde rasch ausgebreitet. „Es gibt auch hier nicht nur Indizien, sondern auch Anzeichen der Brandstiftung“, sagte Toskas.

Unter den Toten seien ein Mann aus Irland und ein Belgier, berichtete das Staatsradio (ERT). Dutzende Menschen werden noch vermisst. Die Lage hatte sich gestern deutlich entspannt. Es gab keine Feuerfronten mehr, die bewohnte Gebiete bedrohen. Im Raum Athen wurden nach Regenfällen alle Brände gelöscht, berichtete das Staatsradio. Die Waldbrandgefahr wurde für heute nur noch als „niedrig und mittel“ eingestuft, teilte der Zivilschutz mit. Löschflugzeuge und Feuerwehrleute aus Italien, Spanien, Zypern und Rumänien verstärkten die griechische Feuerwehr. dpa