Vermischtes

Kollision Der Fahrer wollte bei Lübeck ein haltendes Auto überholen und krachte in einen entgegenkommenden Rettungswagen

38 Kinder bei Busunfall nach Ferienlager verletzt

Archivartikel

Rüting.Bei einem Busunfall nördlich von Lübeck sind 52 Menschen verletzt worden, darunter hauptsächlich Kinder und Jugendliche aus Hessen. Der Bus war am Samstagabend mit 38 Kindern, mehreren Betreuern und dem Fahrer auf dem Rückweg in ein Ferienlager an der Ostsee, als er mit einem Rettungswagen kollidierte.

Ein 22 Jahre alter Betreuer wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik geflogen. Auch ein Kind kam per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus. Dort habe sich aber herausgestellt, dass es keine schweren Verletzungen habe, teilte die Polizei gestern mit.

Die beteiligten Kinder sind Polizeiangaben zufolge 12 bis 14 Jahre alt. Sie stammen demnach mehrheitlich aus dem Schwalm-Eder-Kreis südlich von Kassel. Mit ihren Betreuern waren sie auf dem Rückweg von einer Veranstaltung.

„Allermeisten nicht viel passiert“

In der Ortschaft Rüting im schleswig-holsteinischen Grömitz kam dem Reisebus ein Rettungswagen dabei im Einsatz entgegen. Ersten Polizeierkenntnissen zufolge wollte ein vor dem Bus fahrender Autofahrer nach links abbiegen, wartete aber, um den Rettungswagen passieren zu lassen. Den Ermittlungen zufolge soll der Busfahrer daraufhin in den Gegenverkehr gefahren sein, um dem stehenden Auto auszuweichen. Dabei kam es gegen 18.40 Uhr am Samstag zur Kollision.

Der Bus schlitterte laut Polizei in eine Böschung. Die Front wurde stark beschädigt, Teile des Rettungswagens durchbrachen die Scheibe. Der Rettungswagen sei durch die Wucht des Aufpralls umgekippt und noch einige Meter über die Straße geschleudert worden, sagte ein Polizeisprecher. Eine Seitenwand am hinteren Teil des Fahrzeuges und eine Tür am Heck wurden abgerissen. „So einen zerschossenen Rettungswagen habe ich noch nicht auf der Straße liegen sehen“, sagte Dierk Dürbrook, Sprecher der Polizei Lübeck, gestern. Die Leichtverletzten seien noch an der Unfallstelle untersucht worden. „Den allermeisten ist glücklicherweise nicht viel passiert“, betonte der Sprecher. Sie erlitten demnach vor allem Prellungen oder einen Schock. Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen weiter.