Vermischtes

Wetter Werte bereits gestern Mittag über 30 Grad / Kommunen regen zum Wassersparen an / Waldbrandgefahr weiter hoch

Abkühlung in Sicht – auf heiß folgt warm

Berlin.Die Dauerhitze hat Deutschland weiter fest im Griff. Gestern stiegen die Temperaturen vielerorts schon am Mittag über 30 Grad. Im Norden bleibt es weiterhin trocken, im Süden – vor allem im Bergland – gingen dagegen schon Gewitter nieder. Ob der Temperaturrekord fällt, ist unklar. Den bisher höchsten in Deutschland gemessenen Wert –40,3 Grad – gab es am 5. Juli 2015 sowie am 7. August 2015 jeweils im bayerischen Kitzingen.

Vergangene Woche wurden in Bernburg in Sachsen-Anhalt bereits 39,5 Grad gemessen. Gestern wurden bis zu 39 Grad erwartet. Die Trinkwasser-Versorgung in Deutschland ist nach Einschätzung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz trotz wochenlanger Dürre und Hitze aber nicht gefährdet. Auch wenn es lokale Engpässe geben könne, seien diese nicht bedrohlich, die Versorgung sei bundesweit gesichert, sagte gestern eine Sprecherin der Behörde in Bonn.

Auch die kommunalen Wasserversorger hatten kürzlich betont, dass das Trinkwasser nicht knapp werde, Talsperren und Tiefbrunnen seien ausreichend versorgt. Einige Kommunen haben angesichts der anhaltenden Trockenheit aber zum Wassersparen aufgerufen.

Unwetter möglich

Die Waldbrandgefahr in Deutschland ist nach wie vor hoch. Vor allem im Nordosten, aber auch in Teilen von Sachsen, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz galt gestern wieder die höchste Warnstufe 5. Auch in der Nacht zu gestern war kaum Regen gefallen. In den nächsten Tagen steigt die Unwettergefahr in Deutschland. Morgen könnten Gewitter mit Starkregen dann vielerorts Abkühlung bringen. Im Ausland sieht die Lage teilweise weit schlimmer aus. Im Süden Portugals an der Algarve wütet seit fünf Tagen ein verheerender Waldbrand. Über 330 Fahrzeuge, 13 Löschflugzeuge und Hubschrauber sind nach Behördenangaben im Einsatz. Unter Berufung auf Forstexperten berichtete die Zeitung „Público“, das Feuer habe bisher mehr als 16 500 Hektar zerstört. 29 Menschen seien verletzt worden. Die trockenen Pinien- und Eukalyptuswälder fachten die Flammen zusätzlich an. Mehrere Gebäude mussten evakuiert werden. dpa