Vermischtes

Verkehr Kritik an Pauschale für Elterntaxis im Kreis Peine

ADAC sieht „falsches Signal“

Archivartikel

Peine.Parken an der Bushaltestelle oder Wenden auf dem Gehweg: Gestresste Eltern lösen vor Schulen regelmäßig Chaos aus, wenn sie ihren Nachwuchs absetzen oder abholen. Viele ärgern sich über die sogenannten Elterntaxis. Um überfüllte Busse mit zu wenig Abstand zu vermeiden, wollte der Landkreis Peine in Niedersachsen den Eltern helfen und in der vergangenen Woche eine Pauschale von 30 Cent pro Kilometer für das Bringen der Kinder an.

In der Corona-Pandemie hat sich der Alltag vieler Menschen verändert, was vor allem zum Ferienende deutlich wird. Die Schulen mussten mit Hygienekonzepten auf die Situation regieren. Eltern überdachten den Schulweg ihrer Kinder. Doch mit seinem Vorstoß sorgte der Kreis seit dem Schulstart für einigen Wirbel. Nach viel Kritik an der finanziellen Förderung beendete der Kreis die Testphase am Freitag vorzeitig und räumte Fehler ein. In der Vorbereitung seien wichtige Faktoren wie die derzeitige Baustellen- und Umleitungssituation in Peine unberücksichtigt geblieben.

Kritik gibt es vom ADAC: „Auch wenn Kreativität in Corona-Zeiten wünschenswert ist, geht diese Aktion eindeutig in die falsche Richtung“, sagte Alexandra Kruse vom ADAC. Aus Sicht des Automobilclubs entsteht das Chaos oft durch den wenigen Platz vor Schulen. „Es wird verkehrswidrig an Bushaltestellen oder in zweiter Reihe gehalten, wo ein Aussteigen nicht sicher ist“, so Kruse. Die Kilometerpauschale sei zudem mit Blick auf die Rolle der Kinder als Verkehrsteilnehmer „ein ganz falsches Signal“. dpa

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