Vermischtes

Bluttest-Affäre Bauer kritisiert verfrühte Test-Vermarktung

Anlaufstelle unbesetzt

Archivartikel

Stuttgart.Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) kritisiert die Vermarktung des Heidelberger Brustkrebs-Bluttests als verfrüht. Dies entspreche nicht den „hohen Ansprüchen an eine verantwortungsvolle Wissenschaftskommunikation“, betont sie in ihrer Antwort auf Fragen der CDU-Abgeordneten Marion Gentges. Es dürfe angesichts der Ängste und Hoffnungen bei Betroffenen „keine Effekthascherei“ geben.

Dabei gerät auch Bauer in der Affäre unter Druck. Sie räumt ein, dass im Ministerium das für Hochschulmedizin zuständige Fachreferat vom 1. November 2017 bis 15. April 2018 keinen Leiter hatte. Obwohl es in dieser Zeit in Sachen Bluttest wichtige Weichenstellungen gab, bestreitet sie jeden Zusammenhang. Bauer behält sich aber im Rahmen der Rechtsaufsicht eine „enge“ Begleitung der Aufklärung vor. Dafür ist eigentlich ihre Abteilungsleiterin Simone Schwanitz als Aufsichtsratschefin zuständig. Die Uni-Tochterfirma Heiscreen weigert sich zudem, Bauers Forderung nachzukommen und die Werbung mit dem Bluttest auf der Homepage zu streichen. pre

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