Vermischtes

Sexueller Missbrauch US-Schauspielerin wirft Harvey Weinstein vor, ihrer Karriere geschadet zu haben / Zweite Freistellung beim WDR

Ashley Judd verklagt Ex-Filmproduzent

Archivartikel

Los Angeles.Die US-Schauspielerin Ashley Judd (50, „Die Bestimmung – Insurgent“) hat in Kalifornien Klage gegen den ehemaligen Filmproduzenten Harvey Weinstein (66) eingereicht. Er habe als Folge von sexueller Belästigung ihrer Karriere geschadet, erklärte Judd auf Twitter. Sie klage auf finanzielle Entschädigung. Jedwede Einnahmen wollte sie der „Time’s Up“-Bewegung zukommen lassen. Judd veröffentlichte die Klageschrift auf Twitter.

Sie wirft Weinstein unter anderem vor, durch eine Schmierkampagne in den 1990er Jahren ihre mögliche Zusammenarbeit mit dem „Herr der Ringe“-Regisseur Peter Jackson zu Fall gebracht zu haben. Im vorigen Dezember hatte Jackson enthüllt, dass Weinstein damals Judd und deren Kollegin Mira Sorvino schlecht gemacht und ihn vor einer Zusammenarbeit mit den Schauspielerinnen gewarnt habe.

Weinsteins Verhalten habe vielen Schauspielern und anderen Filmschaffenden geschadet, teilte Judd laut „Variety“ in einer Erklärung mit. Es sei an der Zeit, dass er zur Verantwortung gezogen werde. Judd hatte dem Produzenten im vorigen Herbst zusammen mit anderen Frauen in einem „New York Times“-Artikel sexuelle Belästigung vorgeworfen.

Unterdessen hat der Westdeutsche Rundfunk (WDR) einen weiteren Mitarbeiter nach Vorwürfen sexueller Belästigung freigestellt. Es handelt sich um den Leiter des Programmbereichs Fernsehfilm, Kino und Serie, Gebhard Henke (63), wie dessen Anwalt Peter Raue mitteilte. Sein Mandant sei freigestellt worden, ohne ihm „einen einzigen konkreten Sachverhalt zu nennen“, so Raue in einer Presseerklärung.