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Geburtstag Herzogin Meghan wird 39 Jahre alt – sie hat sich vom britischen Königshaus losgesagt

Auf der Suche nach der neuen Rolle

London/Los Angeles.Der Anbruch des 40. Lebensjahrs ist normalerweise noch kein besonderer Meilenstein. Doch für Herzogin Meghan, die am 4. August 39 Jahre alt wird, dürfte sich das vergangene Jahr wie ein ganzes Jahrzehnt angefühlt haben. Sie und ihr Mann Prinz Harry (35) haben sich in dieser Zeit vom engeren Kreis des britischen Königshauses losgesagt. Das Leben in Windsor mit seinen für die britische Oberschicht typischen Anlässen wie dem Pferderennen in Ascot tauschten sie mitsamt dem inzwischen einjährigen Söhnchen Archie gegen die US-Metropole Los Angeles.

Ihren Überzeugungen Taten folgen zu lassen, sei das härteste für sie gewesen, gestand Meghan Mitte Juli in einer Videobotschaft zu einer Konferenz für Mädchen. Ob das eine Anspielung an den „Megxit“ war, wie die Loslösung von den Royals genannt wird, blieb unklar. Sie fühlte sich vom Königshaus im Stich gelassen, als die britische Boulevardpresse gegen sie Stimmung machte. Das geht aus Gerichtsunterlagen in einem Rechtsstreit mit dem Verlag des britischen Boulevardblatts „Mail on Sunday“ hervor.

Konflikt mit dem Vater

Meghan selbst sieht sich nicht in erster Linie als Royal, sondern als „bekannte amerikanische Schauspielerin, Unternehmerin und Frauenrechtsaktivistin“, wie aus den Einlassungen ihrer Anwälte hervorgeht. Aber was will sie mit der neu gewonnenen Freiheit anfangen? Die Umrisse sind bisher nur unscharf zu erkennen. Harry und Meghan wollen eine Stiftung mit dem Namen Archewell gründen. So viel ist bereits bekannt. Doch wann genau der Start kommen soll, ist unklar. Kürzlich machte sich Meghan in einer Ansprache an Schülerinnen ihrer alten High School für die Black-Lives-Matter-Bewegung stark.

Die Coronavirus-Pandemie dürfte auch die Pläne des royalen Glamour-Paares erst einmal auf Eis gelegt haben. Vielleicht wollen die beiden aber auch zunächst die Konflikte der Vergangenheit lösen? Im Zentrum des Prozesses gegen die „Mail“ steht der Streit mit Meghans Vater. Solange der die Schlagzeilen bestimmt, scheint es schwer vorstellbar, dass sie ihre Rolle neu definieren kann.

Derzeit leben Meghan, Harry und Archie sich in Los Angeles ein und scheinen bislang ihren Schwerpunkt auf Wohltätigkeitsarbeit zu legen. Ansonsten geben die beiden nur wenig Privates bekannt – umso wilder sprießen die Spekulationen: Wird das Paar weiter in Beverly Hills in der Luxusvilla von Hollywood-Mogul Tyler Perry wohnen oder sucht es ein eigenes Haus im Küstenort Malibu?

Klage gegen Paparazzi

Vor neugierigen Blicken scheinen sie jedenfalls so gut wie nirgends sicher zu sein. Erst Ende Juli reichte das Paar bei einem Gericht in Los Angeles Klage ein, weil es sich auf seinem Anwesen von Paparazzi belästigt fühle. Spekuliert wird auch, dass Meghans Mutter Doria Ragland, eine in Los Angeles lebende ehemalige Yogalehrerin und Sozialarbeiterin, bei der kleinen Familie einzieht. Medienberichten zufolge unterschrieb das Paar einen Vertrag mit der Agentur Harry Walker, zu deren Klienten prominente Namen wie Barack und Michelle Obama und Bill und Hillary Clinton gehören. Schon bald sollen sie für Vorträge oder die Teilnahme an Diskussionsrunden gebucht werden können – in den USA ein lukratives Geschäft.

Nur wenige Tage nach Meghans Geburtstag soll eine Biografie erscheinen, für die Harry und Meghan den beiden Autoren – zwei Royal-Experten – ein Interview gegeben haben sollen. Das Buch erscheint nach Angaben des Verlags Harper Collins am 11. August und trägt den Titel „Finding Freedom: Harry and Meghan and the Making of A Modern Royal Family“ – also etwa: „Die Freiheit finden: Harry und Meghan und die Entstehung einer modernen Königsfamilie“. dpa

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