Vermischtes

Wetter Keller und Unterführungen in der Region vollgelaufen / Italien meldet mehrere Todesopfer

Auf die Hitze folgen heftige Gewitter

Archivartikel

Heppenheim/Mannheim/Mainz/Rom/Wien.Heftige Gewitter und Starkregen: Sowohl in Deutschland als auch in anderen europäischen Ländern gipfelte die Hitze am Wochenende in Unwettern. Auch die Region war betroffen.

Im südhessischen Ried, in Teilen des Odenwalds und an der Bergstraße waren etliche Unterführungen überschwemmt und Keller überflutet, teilten Polizei und Landkreis am Sonntag mit. „In der Nacht zum Sonntag mussten die Kräfte der Feuerwehr insgesamt zu 50 Einsätzen ausrücken“, sagte Michael Hahn von der Abteilung Gefahrenabwehr des Kreises Bergstraße. Der überwiegende Teil der Einsätze habe im Zusammenhang mit Überflutungen gestanden. Da innerhalb kurzer Zeit eine große Menge Regenwasser niederging, sei die Kanalisation überlastet gewesen. In Lampertheim wurde zudem der Bahnhof überschwemmt. Hier drang Wasser aus den Wänden, so ein Polizeisprecher.

Fernsehgarten abgebrochen

In Heidelberg musste die Polizei am späten Samstagabend zu 35 unwetterbedingten Einsätzen ausrücken. Auch dort liefen durch den Starkregen mehrere Unterführungen voll. Ein Pkw blieb stecken und musste von der Feuerwehr geborgen werden. Kurzzeitig musste auch der Straßenbahnverkehr in Richtung Kirchheim eingestellt werden. Mehrere Bäume stürzten um.

In Buchen (Neckar-Odenwald-Kreis) rückte die Feuerwehr innerhalb von drei Stunden zu 39 Einsätzen aus. Auch hier der Grund: vollgelaufene Keller und Häuser aufgrund der starken Regenfälle. In anderen Gemeinde waren die Feuerwehren ebenfalls gefordert – wenn auch nicht so stark.

Vom Blitz getroffen

Bei den Pyrogames – der Meisterschaft der Feuerwerker – auf dem Maimarktgelände in Mannheim fing es am Samstagabend ebenfalls heftig zu regnen und stürmen an, so dass mehrere hundert Besucher in der angrenzenden Halle Schutz suchten.

In Mainz musste am Sonntag gar der ZDF-Fernsehgarten wegen eines Gewitters abgebrochen und in den Studiobereich verlegt werden. Das teilte das ZDF auf Twitter mit. „Premiere im #Fernsehgarten: Wegen Gewitter muss die Mallorca-Party abgebrochen werden. Jetzt gibt es eine nette Plauderei im Backstage-Bereich“, hieß es in dem Tweet.

Während die Gewitter in Deutschland vergleichsweise glimpflich abliefen und niemand schwer verletzt wurde, gab es im Ausland heftige Unwetter mit Todesopfern – etwa in Italien. So kam eine Frau in der Nacht zum Sonntag in ihrem Auto, das bei Rom von starkem Wind erfasst und weggeschleudert worden war, ums Leben, wie die Nachrichtenagentur Ansa mitteilte. Der Bürgermeister von Fiumicino, Esterino Montino, berichtete auf Facebook von einem „gewaltigen Tornado“ mit großen Schäden: „Es sieht aus wie auf einem Kriegsschauplatz.“

In der Toskana richteten Unwetter Sachschäden und Überschwemmungen an: Die Provinz Arezzo habe es am schlimmsten getroffen, teilte die Feuerwehr mit. Ein Mann sei gestorben, als er von Schlamm-Massen erfasst worden sei. In den Südtiroler Alpen bei Bozen wurde eine 45-jährige Norwegerin während eines Extremberglaufs vom Blitz getroffen und erlag später ihren Verletzungen.

Schlamm- und Steinlawinen

In mehreren Teilen Österreichs führten Unwetter zu Muren, Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen. Am Samstag war besonders das südliche Bundesland Steiermark betroffen, wo Hagel und Starkregen Keller und Straßen unter Wasser setzten, berichtete der Sender ORF. In Tirol gingen Schlamm- und Steinlawinen ab. In Rauris bei Salzburg riss ein Bach eine Brücke weg und beschädigte ein Wohnhaus.

Wegen eines Unwetters wurden am Flughafen El Prat in Barcelona am Samstagmittag alle Landungen für eine halbe und alle Starts sogar für ungefähr eine Stunde eingestellt. Hinzu kamen Dutzende Flugstreichungen wegen eines Streiks. In der Stadt und in der Provinz Barcelona habe es zahlreiche Überschwemmungen gegeben, berichteten Medien. Viele Bäume wurden durch Windböen entwurzelt. mad/ms/dpa

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/vermischtes

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