Vermischtes

Silvester Menschen begrüßen 2019 mit Feuerwerken / Weltrekordversuch in Arabischen Emiraten

Ausgelassene Feiern rund um den Globus

Archivartikel

Berlin.Mit Feuerwerken haben die Menschen in Deutschland und der Welt den Jahreswechsel gefeiert. In Berlin kamen Hunderttausende zur Party am Brandenburger Tor, wo ab Mitternacht der Himmel vom Feuerwerk minutenlang bunt erleuchtet wurde. Die Silvesterfeier in der Hauptstadt gilt als größte in Deutschland. Auf der Bühne standen Musikstars wie DJ Bobo und Nico Santos.

Auch in Nordrhein-Westfalen begrüßten die Menschen mit großen Partys das neue Jahr. In Düsseldorf und Köln etwa blieb es nach Angaben der Polizei zunächst friedlich. In München feierten die Menschen ebenfalls ausgelassen. Dort explodierte das Silvesterfeuerwerk unter anderem am Marienplatz und über der Frauenkirche.

In der zentralen Innenstadt von Hannover gab es in diesem Jahr erstmal ein Böllerverbot – und das kam laut Polizei gut an. Wie sie am Silvesterabend mitteilte, warfen Menschen, die im Zentrum der Innenstadt feiern wollten, mehr als 300 Raketen und Böller freiwillig in mit Wasser gefüllte Tonnen.

In etlichen Regionen mussten Feuerwehr und Polizei deutlich seltener ausrücken als im Vorjahr. In der Neujahrsnacht kam es aber auch wieder zu Angriffen auf Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr. In Berlin gab es laut Feuerwehr 49 Übergriffe, 33 davon mit Pyrotechnik.

Das neue Jahr hatte in anderen Ländern schon viele Stunden vorher begonnen: Als erste begrüßten die Bewohner einiger Pazifikinseln bereits um 11 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) das neue Jahr, etwas später feierten dann auch die Menschen in Neuseeland und Australien. In Sydney etwa wurde das neue Jahr um 14 Uhr deutscher Zeit mit einem farbenfrohen Spektakel begrüßt – laut Veranstaltern gingen 8,5 Tonnen Feuerwerk in die Luft.

Nachdenkliches aus dem Vatikan

In London feierten mehr als hunderttausend Menschen zu den Glockenschlägen von Big Ben – mit acht Tonnen Pyrotechnik war das Feuerwerk den Veranstaltern zufolge das größte Europas. Zum großen Finale wurde der Beatles-Hit „All you need is love“ gespielt. Bürgermeister Sadiq Khan widmete angesichts des nahenden Brexits das Spektakel allen EU-Bürgern, die in der britischen Hauptstadt leben.

Auch die Griechen begrüßten das neue Jahr mit einem Feuerwerk – über der Akropolis, dem Wahrzeichen von Athen. In Rom waren Böller verboten, dennoch krachte und knallte es im Zentrum an allen Ecken. Die meisten Menschen strömten zur Riesenparty am Circus Maximus, wo rund 1000 Künstler auftraten.

Stiller und nachdenklicher war es im Vatikan. Papst Franziskus besuchte nach der traditionellen Silvester-Vesper die Sandkrippe auf dem Petersplatz. Zuvor hatte er an all jene Menschen erinnert, die „unter versklavenden und menschenunwürdigen Bedingungen gelebt haben und immer noch leben“.

Gedämpfter blieb die Stimmung in Russland. Die Hauptstadt Moskau ging zwar mit dem traditionellen Glockenschlag des Spasski-Turms am Kreml ins neue Jahr. Und auf dem Roten Platz und im festlich beleuchteten Zentrum war auch alles für ein fröhliches Fest vorbereitet. Doch die Stimmung blieb nach einer schweren Gasexplosion mit vielen Toten in der Stadt Magnitogorsk gedämpft.

Mit einem Weltrekordversuch für das streckenmäßig längste Feuerwerk starteten die Vereinigten Arabischen Emirate ins neue Jahr. Das kleine Emirat Ras al-Chaima versucht damit nach eigenen Angaben, den bisherigen Rekord von 11,83 Kilometern zu überbieten. Das Feuerwerk dauerte zwölf Minuten.

Zahlreiche Länder mussten länger auf den Jahreswechsel warten. Als letztes begrüßten Menschen auf der zur Inselgruppe Amerikanisch-Samoa gehörenden Insel Tutuila das Jahr 2019. Dort feierten die Bewohner gestern um 12 Uhr MEZ. Um 13 Uhr begann auf der Bakerinsel und der Howlandinsel das neue Jahr. Feuerwerke gab es dort keine – beide sind unbewohnt. dpa

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