Vermischtes

Prozess Vater des Mordes und der Misshandlung angeklagt

Baby gequält und getötet

Archivartikel

Mönchengladbach.Kurz nach der Geburt seines kleinen Jungen soll ein Vater das Kind über Wochen gequält und dann getötet haben, um die Misshandlungen zu vertuschen. Gegen den 30-Jährigen hat gestern der Mordprozess vor dem Landgericht Mönchengladbach mit der Anklageverlesung begonnen. Der Mann ist des Mordes und der Misshandlungen von Schutzbefohlenen angeklagt.

Die Mutter soll bei den Misshandlungen teilweise dabei gewesen sein und nicht eingegriffen haben, wie die Staatsanwaltschaft gestern bei der Verlesung der Anklage feststellte. Die Frau habe den Tod des nur wenige Wochen alten Säuglings billigend in Kauf genommen. Sie steht wegen Totschlags durch Unterlassen in Tateinheit mit Misshandlung von Schutzbefohlenen vor Gericht.

Der 94 Kilogramm schwere Vater soll sich unter anderem mehrfach am Tag auf den Brust- und Bauchbereich des nur 3900 Gramm schweren Säuglings gestützt haben. Um die Misshandlungen zu vertuschen, habe er den Jungen in der Nacht zum 1. Februar 2018 ermordet, stellte Staatsanwalt Benjamin Kluck fest: Dazu habe er den kleinen Jungen in eine Decke gedrückt, bis das Kind aufgehört habe zu atmen. Der Junge starb an einer Kombination aus erheblichem Blutverlust und dem Erstickungsgeschehen.