Vermischtes

Verkehr ADAC 2018 bundesweit vier Millionen Mal ausgerückt / Häufigste Einsätze in der Region am 26. Februar bei Schnee und Eis

Batterien sorgen für meiste Pannen

München/Rhein-Neckar.Wenn sie schlappmacht, geht nichts mehr: Die Batterie ist in den meisten Fällen schuld, dass Autos liegenbleiben. Das geht aus einer Untersuchung des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) für das Jahr 2018 hervor. 42 Prozent aller Pannen verursachte demnach die Batterie (siehe Grafik). 2017 lag die Zahl noch etwas niedriger. Der Verein führt das darauf zurück, dass die in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge immer älter werden.

Kälte setzt Autos zu

Insgesamt wurden die Helfer von Deutschlands größtem Autoclub im vergangenen Jahr zu knapp vier Millionen Einsätzen gerufen, etwas weniger als im Jahr davor. Auch der ADAC Nordbaden, zu dem Mannheim, Heidelberg, der Odenwald und Tauberbischofsheim gehören, verbuchte mit rund 131 000 Einsätzen einen leichten Rückgang. Der Regionalclub erklärt, das könnte mit dem „wärmsten Jahr seit den Wetteraufzeichnungen“ und dem milden Winter zusammenhängen.

In der Statistik sticht der 26. Februar 2018 hervor: An jenem Tag setzte eine Kältewelle mit den tiefsten Temperaturen des gesamten Jahres ein – samt Schnee und Eis. „Für manch schwächelnde Autobatterie das sichere Ende“, sagt Thomas Hoffmann, Leiter der ADAC Pannenhilfe Baden. Für die Regionalclubs war auch der 26. Februar „Spitzentag“: 922 Einsätze gab es an diesem Tag in Nordbaden, in der Pfalz waren es 559. Der ADAC Hessen-Thüringen erhebe keine Daten auf einzelne Regionen, so eine Sprecherin.

Bundesweit zweithäufigste Pannenursache waren Motorprobleme, etwa mit der Einspritzung oder der Zündung. Auf Platz drei folgten Schwierigkeiten mit Lenkung, Karosserie, Bremsen, Fahrwerk oder Antrieb (Grafik: Sonstige). 400 Mal rückten die Helfer aus, um liegengebliebene Elektroautos wieder flott zu machen. Auf deutschen Straßen seien nur relativ wenige dieser Fahrzeuge unterwegs. Deshalb halte sich die Zahl dieser Panneneinsätze in Grenzen, erläuterte der ADAC.

Wer Hilfe benötigt, wählt in der Regel noch die Telefonnummer. Hilferufe auf digitalem Wege – über Programme auf Mobiltelefonen (Apps) – nehmen aber zu. dpa/jung