Vermischtes

Auktion Zahlreiche Pokale und persönliche Gegenstände kommen unter den Hammer / Ex-Tennisspieler hatte sich bis zuletzt gewehrt

Beckers Trophäen werden versteigert

Archivartikel

London.In einer Londoner Galerie werden seit Montagabend einige der berühmten Preise des ehemailgen Tennisspielers Boris Becker versteigert. Dazu gehört auch der Silberpokal von Wimbledon 1985. Becker hatte das Turnier im Alter von nur 17 Jahren erstmals gewonnen. Nun werden einige der Trophäen sowie etliche andere Memorabilien aus Beckers Besitz, aus den Jahren als Juniorspieler bis zur Zeit nach seiner schillernden Karriere, zwangsversteigert.

82 Stücke kommen unter den Hammer. Neben Schlägern, Uhren, Fotos und einer Replika des Wimbledon-Pokals sind eine Goldene Kamera, ein Bambi, mit dem er 1985 als ,,Mann des Jahres“ geehrt wurde, und eine Nachbildung des US-Open-Pokals zu erstehen.

Unter den Gegenständen befänden sich ,,unglaublich persönliche“, die ,,für ihn rein sentimentalen Wert“ hätten, hieß es in einem Presse-Statement im vergangenen Jahr. Damals konnten die Anwälte die Auktion noch in letzter Minute verhindern – zur Freude des Ex-Profis, der wenig erfreut auf die Zwangsversteigerung reagierte.

,,Vielleicht wollen sie auch noch meine Unterwäsche verkaufen“, meinte Becker sarkastisch. Im Juni 2017 war der ehemalige Weltranglistenerste von einem Konkursgericht für zahlungsunfähig erklärt worden. Um Geld für die Gläubiger einzutreiben, wiesen die Treuhänder von Beckers Insolvenzmasse das Auktionshaus Wyles Hardy & Co an, die Besitztümer des 51-Jährigen meistbietend zu veräußern. Während Becker 2018 noch auf seinen Diplomatenstatus verwies – er sei zu einem Attaché in der EU-Vertretung der Zentralafrikanischen Republik berufen worden –, rettet ihn nun weder diplomatische Immunität noch der Verweis darauf, dass der zwangsweise Verkauf persönlicher Stücke mit nostalgischem Wert den Schuldner demütige.