Vermischtes

Ermittlungen Rassismus als mögliches Motiv bei Tat in USA

Beim Joggen erschossen

Archivartikel

Washington.Ahmaud Arbery wollte nur joggen gehen – dann wurde der 25-jährige Schwarze erschossen. Der Fall vom 23. Februar in Brunswick im US-Bundesstaat Georgia hat für Empörung gesorgt. Besondere Brisanz gewinnt er nun durch die Veröffentlichung eines Handy-Videos, das die Tat zeigen soll. Georgias Kriminalamt teilte mit, Staatsanwalt Tom Durden habe die Behörde beauftragt, den Tod zu untersuchen.

Arbery wird in Medienberichten als Athlet beschrieben, der regelmäßig trainierte. Die vom Anwalt seiner Familie, Lee Merritt, auf Twitter verbreitete Aufnahme zeigt, wie ein Jogger auf einen stehenden Pick-up zuläuft. Als dieser um das Fahrzeug herumläuft, wird er in ein Handgemenge mit einem weißen Mann mit einem Gewehr verwickelt. Ein weiterer weißer Mann auf der Ladefläche scheint zugleich eine Handfeuerwaffe in Anschlag zu bringen. Schüsse sind zu hören. Merritt nannte die Täter „Rassisten“.

Polizist und Sohn Täter?

Nach US-Berichten handelt es sich bei den Verdächtigen um einen früheren Polizisten und dessen Sohn. Nach dem von der „New York Times“ veröffentlichten Polizeibericht sagte der Vater aus, der Jogger habe einem Einbrecher ähnlich gesehen. Im Polizeibericht heißt es, der Sohn sei mit seinem Gewehr ausgestiegen. Der Vater habe angegeben, Arbery habe den Sohn dann angegriffen, es sei zu einem Kampf gekommen. Der Sohn habe geschossen. Anwalt Merritt sprach von „Mord“. dpa

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