Vermischtes

Ermittlung Verdächtiger im Fall Peggy wieder frei

Beschwerde wird geprüft

Bayreuth.Im Fall der 2011 ermordeten kleinen Peggy prüft die Staatsanwaltschaft, ob sie Beschwerde gegen die Freilassung des Tatverdächtigen einlegen wird. „Voraussichtlich werden wir das tun, aber es gibt noch keine endgültige Entscheidung“, sagte Oberstaatsanwalt Herbert Potzel gestern in Bayreuth. Eine Frist gebe es nicht, daher sei keine Eile geboten.

Der 41 Jahre alte Tatverdächtige war an Heiligabend nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Bayreuth freigelassen worden. Der Anwalt des aus Oberfranken stammenden Mannes hatte Haftbeschwerde eingelegt. Das Amtsgericht verneinte einen dringenden Tatverdacht gegen den 41-Jährigen, unter anderem weil er sein Teilgeständnis widerrufen hatte und dieses nun nicht mehr gegen ihn verwendet werden könne.

Der Verteidiger warf den Ermittlern auch vor, sein Mandant habe bei der Vernehmung keinen Anwalt gehabt. Die Ermittler wiesen in einer Stellungnahme darauf hin, dass die Vernehmung des Mannes auf Video aufgezeichnet worden sei. Der Beschuldigte habe die Möglichkeit gehabt, einen Verteidiger zu kontaktieren, verzichtete aber darauf. dpa