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Natur Artenschutzkonferenz schließt Beratungen ab / Fazit: „Beeindruckende Liste verabschiedet“

Besonderer Schutz für Giraffen und Haie

Archivartikel

Genf.Die Artenschutzkonferenz hat zum Abschluss ihrer Beratungen in Genf ein positives Fazit gezogen. Es sei eine beeindruckende Liste verabschiedet worden, die Dutzende bedrohter Tier- und Pflanzenarten künftig besser schützen werde, hieß es am Mittwoch von den 183 Unterzeichnerstaaten des Washingtoner Artenschutzübereinkommens über den Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (Cites). Das Übereinkommen schützt bereits mehr als 5000 Tier- und rund 30 000 Pflanzenarten, entweder über Handelsverbote oder durch die Überwachung der Arten. Die wichtigsten Entscheidungen:

Elefanten

Die von Sambia, Botsuana, Namibia und Simbabwe beantragte Aufweichung des seit fast 30 Jahren verbotenen Elfenbeinhandels wurde abgelehnt. Vielmehr riefen die Cites-Staaten alle Länder auf, ihre Märkte für Elfenbeinhandel zu schließen. Legaler Handel beflügele die Wilderei, ist das Argument. Nach Schätzungen der Weltnaturschutzunion (IUCN) ist die Zahl Afrikanischer Elefanten von 1,3 Millionen 1980 auf 415 000 – plus/minus 20 000 – 2015 zurückgegangen.

Dagegen kommt das ausgestorbene Mammut nicht auf die Cites-Anhänge. Durch die Polarschmelze tauchen immer mehr Mammut-Stoßzähne unter anderem in Kanada und Russland auf. Israel hatte die Listung beantragt mit dem Argument, Schmuggler könnten illegal beschafftes Elfenbein von Elefanten als nicht regulierte Mammut-Stoßzähne ausgeben, scheiterte aber mit dem Antrag.

Nashörner

Der seit mehr als 40 Jahren verbotene Handel mit dem Horn des Breitmaulnashorns bleibt bestehen. Eswatini (ehemals Swasiland) wollte seine Lagerbestände verkaufen und das nachwachsende Horn seiner 66 Nashörner kommerziell nutzen dürfen. Der Antrag wurde abgelehnt. Die Nashörner Namibias bleiben entgegen dem Antrag der Regierung unter striktestem Schutz. Keinerlei Verkauf ist erlaubt.

Giraffen

Erstmals wird nun auch der internationale Handel mit Fleisch, Leder und Jagdtrophäen von Giraffen oder die Verschiffung der Tiere an Zoos und Zirkusse reguliert. Beschlossen wurde die Überwachung der Art. Damit ist der Handel künftig nur noch dann möglich, wenn das Exportland nachweist, dass die Bestände der Tiere dadurch nicht gefährdet werden. Die Giraffenbestände sind nach Schätzungen in den vergangenen 30 Jahren um bis zu 40 Prozent auf nunmehr rund 100 000 Tiere zurückgegangen.

Haie und Rochen

Zu den 20 bereits gelisteten Hai- und Rochenarten kommen weitere 18 Arten von Makohaien und Gitarrenrochen. Sie sind wegen ihrer Flossen in China begehrt und nach Angaben der Weltnaturschutzunion (IUCN) stark gefährdet. Sie werden nun auch überwacht. Der Antrag war umstritten. Neuseeland und andere argumentierten, es gebe Millionen von Makohaien in den Meeren.

Exotische Haustiere

Der Handel mit diversen Arten von Geckos, Agamen, Spinnen und anderen exotischen Kleintieren, die in Europa gern als Haustiere gehalten werden, wird überwacht oder verboten. Die meisten Tiere sind in ihren Heimatländern vom Aussterben bedroht, aber der Handel war bislang kaum reguliert. Einmal aus dem Land geschmuggelt konnten sie frei verkauft werden. Nun sind viele Arten mit einem völligen Verkaufsverbot oder mit überwachtem Handel gelistet.

Afrikanische Zeder

Der Handel mit der aromatisch duftenden und wegen Abholzung stark dezimierten Afrikanische Zeder (Widdringtonia whytei) wird überwacht. Sie wächst vorwiegend in Malawi und wird bis zu 40 Meter hoch.

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