Vermischtes

Urteil Mitarbeiterin startete vor knapp einem Jahr das Fahrgeschäft ohne Überprüfung / Ein Todesopfer

Bewährungsstrafe nach Karussell-Unglück

Archivartikel

Potsdam.Die Mitarbeiterin eines Karussells des „Potsdamer Oktoberfestes“ hat nach dem tödlichen Sturz einer Kollegin im Prozess um fahrlässige Tötung einen Strafbefehl für zehn Monate Haft auf Bewährung erhalten. Die Bewährungszeit insgesamt solle für zwei Jahre gelten, sagte Richter Jens Nimz am Freitag vor dem Amtsgericht Potsdam, nachdem die Angeklagte nicht zum Auftakt des Prozesses erschienen war. Das Gericht schloss sich damit der Staatsanwaltschaft an.

Mehrere Meter tiefer Sturz

Die Mitarbeiterin des Fahrgeschäfts „Playball“ soll das Karussell vor etwa einem Jahr versehentlich mit Drücken eines falschen Knopfes bereits gestartet haben, ohne dabei zu prüfen, ob auf der Plattform noch Mitarbeiter waren. Ein Kollege konnte sich retten, doch eine Kollegin wurde zu Boden geschleudert, stürzte mehrere Meter tief und erlitt tödliche Verletzungen.

Der Strafbefehl ist noch nicht rechtskräftig: Zwei Wochen lang ist Einspruch möglich. Bei dem vereinfachten Verfahren darf nur eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr auf Bewährung festgesetzt werden. dpa

Zum Thema