Vermischtes

Adel Land nimmt Verfahren gegen Hohenzollern auf

Brandenburg wehrt sich

Archivartikel

Potsdam.Im Streit um Entschädigungsforderungen der Hohenzollern will das Land Brandenburg ein Gerichtsverfahren gegen die Nachfahren des letzten deutschen Kaisers wieder aufnehmen. Einen entsprechenden Antrag habe man am Donnerstag am Verwaltungsgericht Potsdam gestellt, sagte Ingrid Mattern, Sprecherin des Brandenburger Finanzministeriums.

Das Haus Hohenzollern fordert die Rückgabe zahlreicher Kunstgegenstände, ein Wohnrecht im Schloss Cecilienhof oder zwei anderen Liegenschaften sowie 1,2 Millionen Euro Entschädigung vom Land Brandenburg. Grund für die geplante Fortsetzung des Verfahrens ist, dass Verhandlungen zwischen Bund, Ländern und den Hohenzollern am Mittwoch vorerst ohne Erfolg zu Ende gegangen waren. Die Positionen lägen noch weit auseinander, hieß es.

Unterdessen hat der Ururenkel des letzten deutschen Kaisers und Chef des Hauses Hohenzollern, Georg Friedrich Prinz von Preußen, Berufung gegen eine Entscheidung des Landgerichts Koblenz eingelegt: Er hatte die über St. Goar am Rhein gelegene Burg Rheinfels als Familienbesitz zurückgefordert, das Gericht hatte die Klage vergangenen Monat jedoch abgelehnt. dpa

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