Vermischtes

Religion Mönche in Thailand und Kambodscha passen ihre Rituale an / Weniger Gläubige spenden

Buddhistischer Segen mit Abstand

Archivartikel

Bangkok/Phnom Penh.Sie beten hinter Plastikplanen, tragen Mundschutz, halten Abstand – die Corona-Pandemie zwingt auch buddhistische Mönche in Thailand und Kambodscha, ihre täglichen Rituale zu ändern. Doch die Maßnahmen unterscheiden sich in den beiden mehrheitlich buddhistischen Ländern, wie Mönche berichten.

In die Tempel kämen weniger Gläubige, um Almosen zu spenden, erzählt Mönch Phra Surasak Suthanto aus dem Ladprao-Tempel in Bangkok. Daher wagten sich orangefarben gekleidete Mönche trotz der Pandemie täglich hinaus. Sie hielten sich an die neuen Regeln: „Wir erhalten morgens immer noch Almosen, aber wir tragen Masken. Wenn wir Segen geben, müssen wir einen Abstand von etwa einem oder zwei Metern einhalten.“

„Das Einzige, was wir noch tun, sind Beerdigungen“, sagt Surasak weiter. „Wir bitten Menschen, die an Beerdigungen teilnehmen, Masken zu tragen, und wir Mönche tragen auch welche, wenn wir beten müssen.“ So versuchten beide Seiten, sich zu schützen. Eigentlich würden Mönche gerufen, um neue Häuser oder Geschäfte zu segnen oder um Orte von bösen Geistern zu befreien. Dazu komme es kaum noch.

Wegen des Virus seien Gruppengebete und andere Rituale sowie religiöse Feste eingeschränkt, einige seien ganz gestrichen worden. Zu einem der höchsten buddhistischen Feiertage am Mittwoch, Visakha Bucha, hatten thailändische Behörden Gläubige aufgefordert, Tempel zu meiden und stattdessen Online-Übertragungen zu verfolgen. dpa

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