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Wettbewerb Schwabe kämpft im russischen Kasan um Titel bei Weltmeisterschaft der Berufe / Jury vergibt Punkte

Christoph Rapp träumt vom Maurer-Gold

Archivartikel

Kasan.Böses Omen oder Symbol der Hoffnung? Christoph Rapp entscheidet sich für Letzteres: „Bange machen gilt nicht“, sagt der 22-jährige Maurer aus dem oberschwäbischen Schemmerhofen. Mit fast 40 anderen deutschen Profis aus Handwerk, Industrie und Dienstleistungsbereich wird er am 22. August im Stadion von Kasan an der Eröffnung der Weltmeisterschaft der Berufe teilnehmen. 14 Monate ist es her, dass dort Fußball-Weltmeister Deutschland von Südkorea mit 0:2 nach Hause geschickt wurde.

Flaggensymbole und Matterhorn

Rapp gehört zu Deutschlands Hoffnungen auf eine Goldmedaille bei den „WorldSkills“ 2019. Im vergangenen Jahr wurde der Schwabe in Budapest zum besten Maurer Europas gekürt. Sein Ziel für die Weltmeisterschaft in Kasan: Am Ende möchte er ganz oben auf dem Treppchen stehen.

Die Konkurrenz ist stark. Bei den „WorldSkills“ im Jahr 2017 – der Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt – teilten sich ein Chinese und ein Österreicher das Maurer-Gold, gefolgt von einem Kollegen aus Australien. Die Aufgabe bestand darin, ein Flaggensymbol in stilisierter Form mit Ziegelsteinen mehr als mannshoch nachzubauen.

Was Rapp und seinen Kontrahenten in Kasan aufgetragen wird, erfahren sie erst kurz vor dem Wettbewerb. Für ihr Werk bekommen sie 22 Stunden Zeit, verteilt auf vier Tage. Dann werden Punkte vergeben. Zur Vorbereitung hat Rapp verschiedene Varianten geübt. Darunter eine Wand mit Bögen und verschiedenen Fugenarten mit dem gezackten Matterhorn als Motiv. „Was immer der Auftrag sein wird, cool bleiben und einfach machen – das ist mein Wettkampf-Motto.“

Natürlich habe bei der Berufswahl das Vorbild der Eltern eine Rolle gespielt, sagt Christophs Mutter Sigrid Rapp. „Wir haben vor fast 20 Jahren unseren eigenen Betrieb gegründet.“ Vater Josef Rapp habe den Filius schon früh mit auf Baustellen genommen. „Als andere Jungen sich zum Geburtstag eine Spielekonsole wünschten, hat Christoph gefragt, wann er eine Lohnsteuerkarte bekommt, um im Betrieb schaffen zu dürfen.“ dpa

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