Vermischtes

Tiere Ungewöhnliche Freundschaft in Norddeutschland

Damhirsch hält Rinder auf Trab

Glücksburg/Flensburg.In Norddeutschland hat sich ein weiterer Hirsch einer Rinderherde angeschlossen. Diesmal ist es ein junger Damhirsch, der in Holnis an der Flensburger Förde in der Nähe von Glücksburg bei einer Herde aus Angler Rindern und Galloways eine neue Heimat gefunden hat. Bereits seit einigen Jahren hält sich auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz und jetzigem Naturschutzland bei Flensburg immer wieder Rothirsch Sven bei seiner Herde Galloways auf.

Und nun also Hannes. Übermütig springt der kleine Damhirsch einem zehnmal schwereren Angler Rind in die Seite. Pikst es mit seinem kleinen Geweih. „Er piesackt die Rinder die ganze Zeit“, sagt Gerd Kämmer, Geschäftsführer des Vereins Bunde Wischen, dem die Rinder auf beiden Flächen gehören. Die seien zwar deutlich schwerer und größer als der junge Hirsch, aber er schaffe es trotzdem, die ganze Herde auf Trab zu halten.

Hannes ist vor rund zweieinhalb Monaten erstmals auf der Weide aufgetaucht. Er ist ein sogenannter Spießer, ein Jungtier im zweiten Lebensjahr. Das Geweih ist noch nicht voll ausgebildet, sondern erinnert an kleine Spieße – daher auch der Name. Kämmer geht davon aus, dass Hannes wie üblich seine Herde verlassen musste, um dem neuen Wurf Platz zu machen. Die verstoßenen Spießer bilden in der Regel Junggesellengruppen, sagt der Biologe. Hannes bevorzugt statt anderer Junghirsche aber die Bio-Rinder von Bunde Wischen. dpa