Vermischtes

Der Weg zum grünen Fußabdruck

Seltener Auto fahren, Strom sparen, bewusster einkaufen: Klimaschutz fängt im Kleinen an – und jeder kann Tag für Tag seinen Beitrag leisten. Wie schützen Leser dieser Zeitung die Umwelt? Hier verraten sie es.

Schokolade fürs Klima

Ich bin 10 Jahre alt und gehe in die vierte Klasse. Meine Freundinnen und ich setzen uns für die Organisation Plant-for-the-Planet ein. Das ist eine weltweite Kinder- und Jugendorganisation mit über 100 000 aktiven Kindern. Wir setzen uns dafür ein, Bäume zu pflanzen – denn Bäume haben die Fähigkeit, CO2 aus der Luft zu ziehen und im Holz zu binden. Und das machen sie jeden Tag für uns. Meine Freundinnen und ich halten Vorträge über die Klimakrise. Wir veranstalten Verkostungsaktionen für „Die Gute Schokolade“ und bringen im nächsten Jahr eine Hockenheim Edition auf den Markt. Gestaltet mit Bildern von Hockenheimer Schülern. Für fünf verkaufte Tafeln Schokolade pflanzt Plant-for-the-Planet einen neuen Baum, die Schokolade ist klimaneutral produziert, fair gehandelt und super lecker.

Lia Mayock, Hockenheim

Möbel und Schmuck gebraucht kaufen

Den Einkauf von Möbeln, Teppichen, Bildern oder Geschirr tätige ich im Antiquitäten- und Gebrauchthandel. Das garantiert nachhaltige „Herstellung“ auf Dauer, und die Preise für alte Möbel sind derzeit günstig wie lange nicht mehr. Gegenstände aus alter Zeit behalten ihren Wert, man kann unter verschiedenen Stilen Originale aus der Zeit günstig erwerben, mögliche Giftstoffe sind längst ausgedünstet. Auch beim Kauf von Schmuck und Silber sollte man vom Angebot der vielen Auktionshäuser Gebrauch machen. Vorteil: Gebrauchter Schmuck ist günstiger als im Geschäft und muss nicht mehr hergestellt werden.

Karlheinz Sausbier, Mannheim

Kein Warmwasser zum Duschen

Ich unternehme etwas für den Klimaschutz, indem ich nachts die Heizung fast ausdrehe und eine maximale Raumtemperatur von 18 oder 19 Grad im Winter habe. Ich ziehe mich erst dicker an, bevor ich die Heizung hochdrehe. In der Regel benutze ich kein Warmwasser zum Waschen und Duschen – egal ob Sommer oder Winter. Das heißt, da muss auch nicht ständig ein Heißwassergerät – nur dafür – laufen. Außerdem engagiere ich mich politisch.

Heinz Knapp, Zwingenberg

Sommerurlaub fast ohne Ausstoß

Meine Frau und ich haben uns dieses Jahr für einen (fast) CO2-neutralen Sommerurlaub entschieden. Wir haben also das Auto stehen lassen und eine elftägige, 1020 Kilometer lange Radtour durch Süddeutschland und Österreich gemacht. Das sparte satte 70 Liter Diesel ein, also 186 kg CO2.

Joachim Michel, Weikersheim

Lebensmittel regional kaufen

Wir essen sehr wenig Fleisch. Lebensmittel werden saisonal und nach Möglichkeit aus regionaler Herkunft gekauft. Exotische Lebensmittel gibt es bei uns nicht. Wo immer es geht, verzichten wir auf verpackte Lebensmittel, ebenso auf industriell hergestellte Lebensmittel. Wir kaufen keine verpackten Getränke, sondern trinken Leitungswasser. Außerdem besitzen wir kein Auto. Fahrten werden mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad gemacht oder wir gehen zu Fuß. In seltenen Fällen nehmen wir ein Taxi. Wir fliegen nicht mit dem Flugzeug und und nehmen an keinen Kreuzfahrten teil. Urlaub machen wir mit der Bahn oder dem Bus. Wir bewirtschaften einen naturnahen Kleingarten. Dort sorgen wir mit der Bepflanzung und den Verzicht auf Giftstoffe für den Lebensraum von Insekten und anderen Tieren.

Simone Herold und Götz Lippart, Mannheim

Muss es Spargel aus Peru sein?

Die Globalisierung hat Ausmaße angenommen, die nicht unbedingt erforderlich sind. Ich denke dabei zum Beispiel an Weihnachten. Muss unbedingt Spargel aus Peru oder Lamm und Hirschfleisch aus Australien auf dem Tisch stehen? Zum Ausstoß von Treibgas trägt auch die wachsende Flotte der Schiffsriesen bei, die oft noch mit Schweröl fahren und unendlich Energie verbrauchen. Auch hier wäre ein Umdenken beim „Traumurlaub“ dringend nötig. Jeder kann etwas zum Klimaschutz beitragen. Denn wenn wir auf Entschlüsse der Politiker warten, kann es vielleicht schon zu spät sein.

Erich J. Lehn, Heidelberg-Ziegelhausen

Unser „Abfall“ ist Bewegung

Bereits im Jahr 2007 haben wir unseren privaten Pkw abgeschafft. Unsere täglichen Wege legen wir mit den Rad zurück. Zwischen 2000 und 2500 Kilometer im Jahr fahren meine Frau und ich jeweils. Als „Abfallprodukt“ fallen so 300 Stunden Bewegung an. Was ja nur gut ist. Bei starkem Regen oder großer Kälte nutzen wir die Stadtbahn. Braucht es wirklich mal einen Wagen, nutzen wir das CarSharing-Modell. Der Rest ist einfach. Wärmeabsenkung in Zeiten, in denen wir gerade nicht im Haus sind, sinnfreie Elektrogeräte vermeiden, …

Manfred R. Hetzel, Mannheim

Gedämmtes Haus mit Sonnenstrom

Vor drei Jahren haben wir dreifach verglaste Fenster einbauen lassen, auch der Speicher ist gedämmt und teils auch der Keller. Wir haben eine Photovoltaikanlage, die uns beim Stromsparen hilft. Ich versuche, nur Wäsche zu waschen, zu bügeln oder zu kochen, wenn die Sonne scheint. Wir haben keinen Wäschetrockner. Dieses Jahr haben wir unseren Garten fast ganz mit Splitt auslegen lassen. Dadurch sparen wir Gießwasser. Zum Teil haben wir LED-Lampen im Haus. Das soll noch verbessert werden. Zuletzt noch: Wir haben kein Auto und hatten noch nie eines.

Werner und Renate Kolb

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