Vermischtes

Statistik Zahl der Unglücke im ersten Halbjahr 2018 stark angestiegen / Vor allem kleinere Flugzeuge betroffen

Deutlich mehr Luftunfälle

Archivartikel

Hannover/rhein-Neckar.Die Zahl der Unfälle in der deutschen Zivilluftfahrt ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Das geht aus einer Zwischenbilanz der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach gab es in diesem Jahr zwischen Januar und Mitte Juli 126 Unglücke, im Vorjahreszeitraum waren es 107. In die schweren Fälle involviert waren 2018 vor allem kleinere Flugzeuge bis 2000 Kilogramm (42 Fälle). Bei den kleinen Fliegern gab es mit insgesamt zehn Toten auch die meisten Menschenleben zu beklagen.

In der Bilanz enthalten sind alle in Deutschland registrierten Maschinen sowohl der kommerziellen wie der privaten Luftfahrt – vom Airbus über den Segelflieger bis zum Heißluftballon. Also auch das zweisitzige Ultraleichtflugzeug, das bei der Landung von der Bahn abkam, oder Unfälle von in Deutschland zugelassenen Luftfahrzeugen im Ausland. Im ersten Halbjahr 2018 gab es 23 Todesopfer (Vorjahreszeitraum: 19).

Auch in der Metropolregion Rhein-Neckar gab es im ersten Halbjahr tödliche Flugunfälle. Im Januar waren bei Oberhausen-Rheinhausen (Kreis Karlsruhe) ein Kleinflugzeug und ein Rettungshubschrauber in der Luft zusammengestoßen, vier Menschen starben. Das Flugzeug war von Basel nach Speyer unterwegs, der Hubschrauber der Deutschen Luftrettung befand sich auf einem Trainingsflug. Im März war ein Leichtflugzeug nahe der Autobahn 5 bei Bensheim abgestürzt, dabei kam der Pilot ums Leben. Ende Mai verunglückte ein Kleinflugzeug kurz nach dem Start in Mosbach, auch dort starb der Pilot.