Vermischtes

Wissenschaft Kuriose Forschungsergebnisse werden an der Elite-Uni Harvard mit den "unwürdigen" Nobelpreisen geehrt

Didgeridoos lindern Schnarchen

Boston.Didgeridoos gegen Schnarchen, Krokodile gegen Glücksspiele und alte Männer mit großen Ohren: Zehn wissenschaftliche Forschungsveröffentlichungen, die "erst zum Lachen und dann zum Denken anregen", sind in der Nacht zum Freitag an der US-Eliteuniversität Harvard mit den "Ig-Nobelpreisen" ausgezeichnet worden (ignoble heißt auf Deutsch unwürdig). Zu der traditionell schrillen Gala mit mehr als 1000 Zuschauern reisten wie jedes Jahr auch echte Nobelpreisträger an.

So bekamen Forscher aus der Schweiz, Kanada, den USA und den Niederlanden den Preis in der Kategorie Frieden. Sie hatten entdeckt, dass das regelmäßige Spielen eines Didgeridoos bei der Behandlung von Schlafbeschwerden und Schnarchen helfen kann. Eine spezielle Atemtechnik sei der Grund.

Flüssige Katzen

Wissenschaftler aus Australien und den USA erhielten einen Ig-Nobelpreis für ihre Untersuchung der Frage, wie sich der Kontakt mit lebenden Krokodilen auf den Wunsch von Menschen nach Glücksspielen auswirkt. Forscher aus Frankreich, Singapur und den USA analysierten, ob Katzen sich gleichzeitig im festen und im flüssigen Zustand befinden können. Andere Preisträger hatten untersucht, warum alte Männer große Ohren haben und was passiert, wenn ein Mensch rückwärts läuft, während er einen Kaffeebecher hält.

Deutsche Forscher waren dieses Jahr nicht unter den Preisträgern. Im vergangenen Jahr hatte Volkswagen für den Abgasskandal einen Spottpreis bekommen, zudem waren deutsche Wissenschaftler an zwei ausgezeichneten Veröffentlichungen beteiligt gewesen. dpa