Vermischtes

Wilke-Wurst Verwirrung über Listeriose-Fälle in Hessen

Drei Tote bestätigt

Korbach.Die Zahl der Todesfälle durch Listerienkeime im Fall des nordhessischen Wurstherstellers Wilke liegt bei drei, geht aus einem Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Bereits 2018 starben drei Menschen aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt an einer Infektion mit dem Listerienstamm Sigma1. Durch die Untersuchung des RKI „konnte ein Zusammenhang von Sigma1 zu Wilke bestätigt werden“, so eine Sprecherin des hessischen Umweltministeriums. Der Stamm wurde bei den Patienten und in Wilke-Produkten nachgewiesen.

Zudem liegen dem RKI nun Berichte zu zwei Todesfällen aus Hessen vor, bei denen die Opfer Listeriose hatten, aber die Infektion nicht die Todesursache ist. Diese Fälle waren bisher nicht in der Veröffentlichung des RKI aufgetaucht und hatten für Verwirrung gesorgt. Sie zählen nicht zu den Opfern, die als direkt oder indirekt an Listeriose verstorben gezählt werden. Es gibt damit keine Sigma1-Todesopfer in Hessen. Der für die Lebensmittelüberwachung bei Wilke zuständige Landkreis Waldeck-Frankenberg hatte das irrtümlich erklärt.

Der Wursthersteller Wilke in Twistetal-Berndorf war vor über einer Woche geschlossen worden. Immer wieder waren Keime in seinen Produkten gefunden worden. 

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