Vermischtes

Literatur Jella Lepman hat eine Kinderbibliothek gegründet

Ein Schloss voller Geschichten

Archivartikel

München.In dieses Schloss kommen viele bekannte Schriftstellerinnen und Schriftsteller und lesen aus ihren Werken. Paul Maar mit seinem Sams zum Beispiel war gerade da. Rotraut Susanne Berner mit ihren Wimmelbüchern, Kirsten Boie und Axel Scheffler.

In dem Schloss in der Stadt München verbirgt sich eine große Bibliothek für Kinderbücher und Jugendbücher. Gegründet hat sie eine Frau, die vor 50 Jahren gestorben ist. Ihr Name war Jella Lepman. Vor dem Zweiten Weltkrieg, der von 1939 bis 1945 dauerte, musste sie vor den Machthabern aus Deutschland flüchten.

Doch nach dem Krieg kam sie zurück. Sie kümmerte sich darum, dass die Kinder in Deutschland Bücher aus aller Welt lesen konnten. Außerdem sammelte sie Spenden. Daraus wurde die Bibliothek in dem Schloss.

Wie das alles gekommen ist, darüber hat Jella Lepman ein Buch geschrieben: „Die Kinderbuchbrücke“ heißt es. Darin beschreibt sie, wie sich die Kinder nach dem Zweiten Weltkrieg freuten, schöne Bücher lesen zu können.

Jella Lepman war mit bekannten Schriftstellern befreundet: zum Beispiel mit Astrid Lindgren. Sie setzte sich dafür ein, dass das Buch „Mio, mein Mio“ in Deutschland veröffentlicht wurde. Erich Kästner machte sie zudem Vorschläge für ein Buch. Daraus wurde dann „Die Konferenz der Tiere“.

Jella Lepman ist später in die Schweiz gezogen. Dort ist sie am 4. Oktober 1970 gestorben – ihre Bibliothek aber gibt es bis heute. dpa

Zum Thema