Vermischtes

Auslandsreise Britischer Thronfolger mit Frau Camilla in Deutschland / Meghan und Harry zeigen heute ihr Baby

Ein Teddy für Charles’ Enkel

Archivartikel

Berlin/London.Der Nachwuchs von Harry und Meghan beherrscht nicht nur die Royal-Fans auf der Insel. Auch zum Start des viertägigen Deutschland-Besuchs von Prinz Charles (70) und seiner Frau Camilla (71) ist der erste Sohn das Gesprächsthema. Zum Auftakt ihres Besuchs waren in Berlin zunächst die Türen der Mächtigen weit geöffnet. Kanzlerin Angela Merkel empfing das Paar. Anschließend war Charles zunächst allein bei Präsident Frank-Walter Steinmeier, bevor mit dem Eintreffen Camillas im Schloss Bellevue der Vier-Augen-Plausch im Garten endete. Steinmeier übergab dabei Charles einen Teddy für dessen vierten Enkel.

Strampler als Geschenk

Bei Camillas Auftritt in der Berliner Charité ging es am Rand auch um „Baby Sussex“. So wird der Junge von Harry und Meghan vorerst genannt. Camilla nahm in der Charité ein Geschenk mit „It’s a boy“-Luftballon entgegen. Im Paket: ein Strampler mit grünem Ampelmännchen, beliebtes Mitbringsel von Berlin-Touristen. „Ich dachte, sie möchte vielleicht dem kleinen Baby etwas mitbringen, hat hier aber sicher keine Zeit zum Shoppen“, begründete Saskia Etzold, stellvertretende Leiterin der Gewaltschutzambulanz, die Auswahl des Präsents. Camilla versprach, sie wolle das Geschenk an Harry und Meghan übergeben. „Sie werden begeistert sein.“

Auch Charles und Camilla gaben sich begeistert vom Nachwuchs. Sie sei sehr aufgeregt, sagte die Herzogin am Brandenburger Tor auf die Frage, was sie von ihrem Enkel halte. Ähnlich wurde Charles zitiert.

Das Paar teilte sich das Programm am ersten Besuchstag auf. Charles bei Steinmeier, Camilla in der Gewaltambulanz der Charité. Auch am Brandenburger Tor trennten sich kurz ihre Wege, um auf dem Pariser Platz mit Fähnchen schwenkenden Passanten Kontakt aufzunehmen.

Viele Leute warten hier, um Fotos vom royalen Paar zu machen. Touristen, Schulklassen – und mittendrin ein Bridge-Club aus Aachen, der für Charles und Camilla eigens sein Programm umgeworfen hatte. Über den Abstecher waren allerdings nicht alle in der Gruppe amüsiert „Wir haben abgestimmt“, sagt eine Frau. „Ich nehme auch kein Fähnchen in die Hand“, sagt eine andere.

Der Prinz von Wales und die Herzogin von Cornwall reisen im Auftrag der britischen Regierung. Offiziell geht es darum, „die Vielfalt und anhaltende Bedeutung der britisch-deutschen Beziehungen“ zum Ausdruck zu bringen. Der britische Botschafter in Berlin, Sir Sebastian Wood, gab Nachhaltigkeit als großes Thema der Reise aus. Bei dem Empfang am Abend im Villenviertel Grunewald wurde seinen Angaben zufolge auf Wegwerfplastik verzichtet. Viele Zutaten für die Häppchen für die Gäste kommen aus dem nahen Brandenburg: von der Spreewaldgurke, die zum Saibling gereicht wird, bis hin zu den Buttertüpfchen auf dem Safrankuchen. Der Koch hatte bei der Essensplanung freie Hand, wie er sagte: Charles gelte als unkompliziert.

Der geplante EU-Austritt Großbritanniens spielt im Besuchsprogramm keine sonderliche Rolle. Doch schon die Reise von Kate und William und ihren beiden Kindern George und Charlotte nach Deutschland 2017 hatten viele als Charmeoffensive in Brexit-Zeiten gedeutet. Botschafter Wood sagte, Besuche der königlichen Familie gebe es immer ungefähr alle zwei Jahre, ungeachtet des Brexits.

Vom Botschafter gab’s auch Anredetipps für alle, die dem Prinzen in Deutschland als geladene Gäste oder auch nur zufällig auf der Straße begegnen: Beim ersten Mal „Your royal highness“ (Königliche Hoheit) sagen und eine Verbeugung andeuten, danach reicht „Sir“ (Herr).

Derweil erwarten die Fans des britischen Königshauses heute den ersten Blick auf das Baby von Meghan und Harry. Den Namen wollte der stolze Vater noch nicht verraten, als er nur Stunden nach der Geburt am Montag in Windsor vor die Kameras trat. „Wir werden euch in zwei Tagen wie geplant als Familie sehen“, so Harry. Dann könnten alle das Baby sehen, hatte er den wartenden Journalisten verkündet.

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