Vermischtes

Empörung über Fernsehwerbung

Ein israelischer Fernsehspot zum Eurovision Song Contest hat im eigenen Land und bei Palästinensern für Ärger gesorgt. Eine arabische Israelin namens Lucy und ein aus Russland eingewanderter Jude namens Elia nehmen die Zuschauer in dem Clip „auf eine musikalische Reise durch die wichtigsten Teile Israels“, wie der für die ESC-Übertragung zuständige Sender Kan mitteilte.

Der Ton des Werbeclips ist sehr selbstironisch gehalten. „Ich weiß, dass ihr gehört habt, dass es ein Land von Krieg und Besatzung ist“, singt Elia beim Empfang von Touristen am internationalen Flughafen Ben Gurion. „Aber wir haben so viel mehr als das zu bieten“, singt Lucy. Mit Blick auf die hohen Lebenshaltungskosten meint sie: „Ihr werdet die Preise sehen und fragen: ,Was´?“

In sozialen Medien kritisierten viele Israelis das Lied als zu negativ. Sogar als antisemitisch wurde eine Stelle eingestuft: „Die meisten von uns sind Juden, aber nur einige sind habgierig.“ Das palästinensische Außenministerium forderte die Europäische Rundfunkunion dazu auf, Werbevideos für den ESC zurückzuziehen, die im von Israel annektierten Ostteil Jerusalems aufgenommen wurden. dpa