Vermischtes

Unglück Aeroflot-Pilot schildert technische Probleme nach Blitzeinschlag / Letzte Leiche aus Wrack geborgen

Ermittler werten Flugschreiber aus

Archivartikel

Moskau.Nach der Flugzeugkatastrophe in Moskau gehen die Ermittler verschiedenen möglichen Ursachen für das Unglück mit 41 Toten nach. Untersucht werde, ob die Piloten und das technische Personal ausreichend qualifiziert gewesen seien, teilte das staatliche Ermittlungskomitee mit. Untersucht würden auch mögliche technische Ursachen an dem Suchoi Superjet-100 sowie Wettereinflüsse. Überlebende hatten von einem Blitzeinschlag berichtet. Danach seien Teile der Technik an Bord ausgefallen.

Viele Menschen wurden wegen Verbrennungen, Rauchvergiftungen und Brüchen in Krankenhäuser gebracht, hieß es. Gesundheitsministerin Veronika Skworzowa sagte, viele Überlebende stünden unter Schock. Psychologen kümmerten sich auch um die Hinterbliebenen. Je Todesopfer will Aeroflot fünf Millionen Rubel (rund 69 000 Euro) an die Hinterbliebenen zahlen.

Der Jet war am Sonntagabend kurz nach dem Start wegen technischer Probleme auf den Flughafen Moskau-Scheremetjewo zurückgekehrt. In russischen Medien sagte der Pilot der Unglücksmaschine, dass nach einem Blitzeinschlag die Funkverbindung zusammengebrochen sei. Feuer gefangen habe das Flugzeug erst nach der Bruchlandung. Aeroflot hatte dem Piloten eine große Erfahrung bescheinigt.

Die Ermittler hoffen darauf, nach Auswertung der Flugschreiber Klarheit über den Grund der Notlandung zu bekommen. Das kann mehrere Tage dauern. Flugschreiber enthalten Aufzeichnungen der Flugdaten und der Cockpitgespräche.