Vermischtes

Monsun Hunderttausende von Fluten betroffen

Erneut Regen angekündigt

Archivartikel

Jakarta.Bei schweren Überschwemmungen und Erdrutschen in Indonesien sind mindestens 60 Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Einwohner würden noch vermisst, teilte der Katastrophenschutz des südostasiatischen Landes am Wochenende mit. Wegen des Hochwassers hatten bereits mehr als 30 000 Einwohner ihre Häuser verlassen müssen. Viele suchten Zuflucht in Notunterkünften. Insgesamt sind in dem größten Inselstaat der Welt rund 400 000 Menschen von den Fluten betroffen.

Die Regenfälle, die am Neujahrstag begonnen hatten, waren nach Angaben der Behörden die heftigsten seit 1866. Nach 18 Stunden Dauerregen waren Flüsse über die Ufer getreten und hatten Wohngebiete überflutet, Autos wurden von den Wassermassen mitgerissen. Betroffen waren vor allem die Hauptstadt Jakarta und ihre Umgebung mit rund 30 Millionen Einwohnern. Dort ging das Wasser mittlerweile deutlich zurück. Mindestens bis zum 10. Januar seien allerdings weitere heftige Niederschlägen zu erwarten, warnen Meteorologen. Der Monsun dauert in den meisten Regionen des Landes von Oktober bis April.

Die in Indonesien häufigen Überschwemmungen waren eines der Argumente für die Entscheidung, die Hauptstadt des 265-Millionen-Einwohner- Landes von 2024 an auf die Insel Borneo zu verlegen. Jakarta droht zudem nach Berechnungen von Experten zu versinken: Rund 20 Prozent seiner Fläche befinden sich demnach inzwischen unter dem Meeresspiegel. dpa

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