Vermischtes

Verfahren Fremdverschulden bei toter Artistin in Rust vermutet

Ex-Freund muss vor Gericht

Karlsruhe/Mannheim.Der Ex-Freund einer tot am Rhein bei Rust (Ortenaukreis) gefundenen Artistin muss sich doch vor Gericht verantworten. Das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe gab mit einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss der Beschwerde von Staatsanwaltschaft und Nebenklage statt. Im vergangenen Oktober hatte das Schwurgericht des Landgerichts Freiburg die Eröffnung eines Hauptverfahrens wegen Totschlags abgelehnt und den Haftbefehl gegen den heute 31 Jahre alten Mann aufgehoben. Die 33 Jahre alte Frau galt seit Ende April 2019 als vermisst, ihre Leiche wurde Mitte Mai gefunden. Sie arbeitete in Rust als Artistin im Europa-Park, zudem war sie im Fernsehen in der RTL-Castingshow „Das Supertalent“ aufgetreten. Sie trat zudem im November 2017 im Palazzo in Mannheim als Solo-Künstlerin mit einer Hula-Hoop-Reifen-Nummer auf.

Bei der Obduktion des teilweise verwesten Leichnams konnte nach Angaben des OLG zwar die genaue Todesursache nicht geklärt werden. Ein Fremdverschulden liege aber nahe. Der Mann bleibt nach dem Beschluss auf freiem Fuß. dpa/ham

Zum Thema