Vermischtes

Gesundheit Viele Hantavirus-Infektionen erwartet

Experten: Vorsicht bei Mäusekot!

Berlin.Wo sich Rötelmäuse wohlfühlen, lauert womöglich auch der Erreger: In diesem Jahr könnten laut Experten in bestimmten Gebieten Deutschlands wieder überdurchschnittlich viele Menschen am Hantavirus erkranken. „2019 ist ganz deutlich ein Ausbruchsjahr“, sagte Mirko Faber, Wissenschaftler am Robert Koch-Institut in Berlin (RKI), auf dpa-Anfrage. Seit Januar wurden dem Institut gut 460 Fälle gemeldet. Besonders betroffen sind Faber zufolge die Schwäbische Alb, die Räume Stuttgart und Osnabrück, Unterfranken, der Bayerische Wald, der Osten Hessens, der Westen Thüringens und das Münsterland.

Das Einatmen von zu Staub zerfallenem Kot von Rötelmäusen (auch Waldwühlmaus) gilt als Haupt-Infektionsquelle für das Hantavirus. Aber auch mit deren Speichel oder Urin wird das Virus ausgeschieden. Anstecken kann man sich etwa beim Aufräumen oder Fegen von Garagen oder Schuppen. Zu Berufsgruppen mit einem gewissen Risiko zählten etwa Förster, Jäger und Bauarbeiter, so Faber. Und: Schutz- und Grillhütten im Wald etwa seien auch bei den Mäusen beliebt, so dass man sich anstecken könne.

Die Erkrankungszahlen schwanken von Jahr zu Jahr, weil die Wahrscheinlichkeit für eine Ansteckung mit der Dichte an infizierten Rötelmäusen zusammenhängt. Hierzulande rufen Infektionen mit dem Hantavirus meist Erkrankungen mit grippeähnlichen Symptomen hervor: hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, zudem Erbrechen. Auch die Nieren können beeinträchtigt werden, bis hin zu Nierenversagen. Eine Impfung gegen das Virus gibt es nicht. dpa