Vermischtes

Unwetter Maschinen bleiben vorübergehend am Boden

Frankfurter Flughafen lahmgelegt

Frankfurt.Die von vielen ersehnten Sommergewitter haben Zehntausenden in Deutschland die Reisepläne durcheinandergewirbelt. Wegen einer Gewitterfront wurde gestern an Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt etwa eine halbe Stunde der Betrieb eingestellt. Auch am Frankfurter Hauptbahnhof, der zu den verkehrsreichsten des Landes zählt, gab es einen einstündigen Stopp. Die Folge waren zahlreiche Verspätungen.

In Rheinland-Pfalz und im Saarland sperrte die Bahn wegen umgestürzter Bäume oder wegen Ästen in der Oberleitung mehrere Strecken, darunter die Strecken Mainz-Koblenz, Mainz-Mannheim sowie Saarbrücken-Forbach. Das hatte auch Folgen in Baden-Württemberg. „Momentan können wir von Karlsruhe aus nicht weiter nach Norden fahren“, sagte eine Bahnsprecherin am Nachmittag in Stuttgart. Umgestürzte Bäume blockierten auch die A 3 (Frankfurt-Würzburg) bei Seligenstadt in Hessen.

Orkanartige Sturmböen

Unwetter mit orkanartigen Sturmböen von bis zu 110 Stundenkilometern und Regen erreichten gestern vielerorts auch das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen. Ab dem frühen Nachmittag bildeten sich dort bei bis zu 30 Grad die ersten Gewitter und Schauer entlang der Eifel und des Niederrheins, sagte in Essen ein DWD-Sprecher.

Die Regenmengen hielten sich nach Angaben des DWD mit zehn bis maximal 20 Litern pro Quadratmeter am Nachmittag in Grenzen, auch Hagel sei nur vereinzelt aufgetreten. Der Sturm machte sich dafür umso mehr bemerkbar: Böen mit 110 Stundenkilometern wurden im Bezirk Arnsberg gemessen, 101 Stundenkilometer in Wuppertal.

Erst am Dienstag hatte eine Sicherheitspanne am Frankfurter Flughafen Verzögerungen verursacht. Die Mitarbeiterin einer Sicherheitsfirma hatte eine französische Familie passieren lassen, obwohl bei der routinemäßigen Sprengstoffsuche ein T angeschlagen hatte. estdpa