Vermischtes

Fernsehen Fantasy-Saga endet am 20. Mai mit rund 80-minütigem Finale / Ab Herbst auf RTL II

„Game of Thrones“-Fans starten in letzte Staffel

Berlin.Zwei Jahre mussten die Fans auf neue Folgen warten, gestern am frühen Morgen war es so weit: Die Fantasy-Saga „Game of Thrones“ ist in ihre achte und finale Staffel gestartet. In der rund 55-minütigen Auftaktfolge kehren mehrere Figuren in die fiktive Stadt Winterfell zurück und feiern ihr Wiedersehen.

Viele deutsche Anhänger der US-Serie konnten es kaum erwarten und schauten die Episode schon am frühen Morgen. „Wenn du auf dem Weg zur Arbeit nicht den ersten, sondern den dritten Kaffee trinkst, dann hast du eben #GameofThrones geschaut“, schrieb ein Nutzer auf Twitter. „Wenn das Kind dich im Urlaub um 5:40 aufweckt, wartest du, bis es wieder schläft und gehst #GameOfThrones schauen“, twitterte eine weitere Nutzerin.

Die preisgekrönte Fantasy-Saga, die für komplizierte Plots, unzählige Charaktere und verstörende Wendungen bekannt ist, startete in den USA am Sonntagabend in die finale Staffel. In Deutschland sind die Folgen seit 3.00 Uhr in der Nacht zu Montag auf dem Pay-TV-Sender Sky zu sehen.

Große Schlacht

Außerdem will auch der Privatsender RTL II die preisgekrönte Fantasy-Saga zeigen. Dort läuft die achte Staffel allerdings erst im Herbst: Start ist voraussichtlich im Oktober, angepeilter Sendeplatz ist der Samstagabend zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr, wie RTL II gestern mitteilte. Sämtliche Folgen aus der siebten Staffel sind derzeit sieben Tage lang auf der RTL-Plattform TV NOW verfügbar.

In den nun verbleibenden fünf Episoden soll es nach Angaben der Macher zur bisher größten TV-Schlacht der Geschichte kommen. Am 20. Mai endet die Saga mit einem rund 80-minütigen Finale.

Am 17. April 2011 begann das Phänomen „Game of Thrones“ auf dem amerikanischen Pay-TV-Sender HBO. Für die Serie machten die Verantwortlichen ein Rekord-Budget locker, gedreht wurde in Nordirland, Kroatien, Spanien und Island.

Ausgang „bittersüß“

Worum geht es in „GoT“? Eine detaillierte Inhaltsangabe würde ganze Bücher füllen, die Serie ist kompliziert. Im Kern dreht sich alles um die Machtfrage auf dem fiktiven Kontinent Westeros. Mehrere Familien erheben den Anspruch auf den Eisernen Thron. Sie bekriegen sich, schmieden Allianzen, hintergehen Freunde und bauen ihre Macht aus. Doch die wahre Gefahr lauert im Norden. Eine Armee von untoten Eiszombies will die Menschheit auslöschen und ist auf dem Vormarsch.

Genau diesen Kampf werden die Macher in den sechs finalen Episoden ausfechten lassen. Und obwohl sie sich über den Ausgang der Serie in Schweigen hüllen, dürfte eines klar sein: Am Ende werden etliche Fanlieblinge das Zeitliche segnen. „Einige Leute werden zufrieden sein. Andere dagegen nicht so sehr“, sagten Sophie Turner und Maisie Williams, die die Schwestern Sansa und Arya Stark spielen, kürzlich in einem Interview. Und Autor George R. R. Martin, auf dessen Buchreihe „Das Lied von Eis und Feuer“ die Serie beruht, beschreibt das Finale als „bittersüß“.

Die mit zahlreichen Emmys prämierte Fantasy-Saga hat weltweit eine enorme Fangemeinde aufgebaut. Immer wieder loben Fans die Leistungen der Schauspieler, das aufwendige Setting und die unvorhersehbaren, zum Teil äußerst blutigen Wendungen. Auch prominente Anhänger fiebern dem Finale entgegen: „Ich bin aufgeregt, weil die Geschichte zu Ende geführt wird. Es ist so, als ob man Freunde verliert“, sagte Hollywoodstar Kiefer Sutherland.

Der bei Dresden geborene Schauspieler Tom Wlaschiha (45) spielte in mehreren „GoT“-Staffeln den Auftragsmörder Jaqen H’ghar. „Es war eine super schöne Zeit und hat für mich beruflich sehr viele Dinge verändert“, sagte er. „Auf der anderen Seite glaube ich, dass jede schöne Sache auch mal zu Ende gehen muss.“

Nachfolge-Serien angekündigt

Und auch, wenn „Game of Thrones“ in wenigen Wochen Geschichte ist, gilt wie im Fußball: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. HBO hat bereits fünf Nachfolge-Serien in der Mache, eine davon bekam schon grünes Licht. Sie soll mehrere tausend Jahre vor den Ereignissen in „Game of Thrones“ spielen.

Die Stars der Reihe nutzen die Zeit danach für andere Projekte oder aber eine Pause. „Es wäre nicht klug, jetzt direkt den nächsten Job anzunehmen“, sagte Kit Harington (spielt Jon Schnee) kürzlich auf der Serienmesse „Walker Stalker Con“ in Berlin. „Ich weiß nicht, was ich als Nächstes tun werde.“ dpa