Vermischtes

Moorbrand Drei Dörfern droht Evakuierung

Gelände der Bundeswehr durchsucht

Archivartikel

Meppen.Wegen des Moorbrandes bei Meppen haben vier Polizisten und zwei Staatsanwälte gestern das betroffene Bundeswehrgelände durchsucht. Das teilte die Staatsanwaltschaft am frühen Abend mit. Die Beamten ermitteln gegen unbekannt wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Brandstiftung.

Der Moorbrand war bei Raketentests auf dem Bundeswehrgelände Anfang September ausgebrochen. Mittlerweile brennen dort 800 Hektar Torf. Sturmböen drohten gestern den Brand weiter anzufachen. Der Landkreis Emsland rief den Katastrophenfall aus. Gestern erwog der Landkreis Emsland zudem, die Gemeinden Groß Stavern und Klein Stavern mit rund 1100 Einwohnern zu evakuieren. Sollte die Rauchwolke sich vergrößern, müssten eventuell auch die 7500 Einwohner der Gemeinde Sögel in Sicherheit gebracht werden, sagte eine Kreis-Sprecherin.

Von der Leyen entschuldigt sich

„Mit den Wetterbedingungen, die jetzt auf uns zukommen, könnte der Brand von den Winden angefacht werden“, sagte der Leiter des Krisenstabes, Hanko Thies.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) bedauerte derweil den Vorfall: „Ich entschuldige mich im Namen der Bundeswehr bei allen Menschen der Region, die jetzt unter den Auswirkungen des Brandes leiden“, sagte sie der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Heute will die Ministerin nach Meppen reisen. dpa