Vermischtes

Unwetter Sturmtief lässt Wasserstände in Lübeck und Travemünde steigen / Fährbetrieb teilweise eingestellt

„Gisela“ wirbelt die Ostsee auf

Archivartikel

Stralsund.Das Sturmtief „Gisela“ hat am Mittwoch die Wasserstände an der Ostsee deutlich steigen lassen. Teile des Stralsunder Hafens etwa standen bereits am Vormittag unter Wasser. „Der Pegel steigt etwa alle zehn Minuten um einen Zentimeter an“, sagte ein Sprecher der Stadt. Das Wasser stand da knapp einen Meter über Normal, 20 Zentimeter wurden noch erwartet. Besitzer von Häusern in Hafennähe sicherten diese vorsorglich. In Rostock-Warnemünde schwappte das Wasser über die Mittelmole.

In Lübeck und Travemünde erreichte die Trave am Nachmittag einen Wasserstand von knapp 6,10 Meter. Dadurch wurden der Straßenzug Obertrave in der Lübecker Altstadt und Teile der Promenade in Travemünde überflutet. Der normale Wasserstand liegt laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt bei fünf Metern.

Teils stellten die Reedereien ihren Fährbetrieb ein, etwa von Travemünde zur Halbinsel Priwall oder von Stralsund zur Insel Hiddensee. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) erneuerte am Mittwochnachmittag seine Sturmflutwarnung. Demnach wurden an der gesamten Ostseeküste Wasserstände bis 1,1 m über dem mittleren Wasserstand erwartet, lokal auch darüber. Der Höchststand des Hochwassers wurde nach Angaben des Wetterstudios Hiddensee zwischen 18 und 20 Uhr erwartet. Der Sturm der Stärke 8 bis 9, vereinzelt 10, sollte nach dem Höhepunkt am Nachmittag leicht abflauen. „Es ist nicht dramatisch“, sagte Meteorologe Stefan Kreibohm. dpa

Zum Thema