Vermischtes

Freizeit „Funkelschatz“ ist Kinderspiel des Jahres / Jury wirbt für gemeinsames Spielen

„Glotze aus, Handy weg“

Hamburg.„Hey, sollen wir eine Runde spielen?“, fragt ein Familienmitglied. Oft lautet die Antwort dann: „Ach ne, ich guck’ doch gerade Fernsehen!“ oder „Ich chatte mit einer Freundin“ – digitale Medien wie Fernseher und Handy seien heute die Zeitfresser Nummer eins und damit auch die größten Feinde des echten Miteinanders und des Gesellschaftsspiels, sagte Sabine Koppelberg, Leiterin der Jury des „Kinderspiel des Jahres“, gestern bei der Vorstellung des Gewinnerspiels. „Da hilft nur eins: Sich immer wieder ganz bewusst Zeit schaffen, Glotze aus, Handy wegpacken – und zwar alle Familienmitglieder, und dann gemeinsam spielen.“

Neben der Jury dürfen auch jedes Jahr Kinder einer Hamburger Grundschule die Spiele testen und vorstellen – in diesem Jahr die Klasse 2e der Grundschule Trenknerweg in Hamburg-Altona. Aufgeregt versammeln sich die Schüler um einen runden roten Buzzer, um den Sieger zu verkünden: Gewonnen hat „Funkelschatz“, ein Spiel aus dem Hause Haba. Das Spiel verbinde eine kindgerechte Geschichte, einen klassischen Mechanismus und faszinierendes Material zu einem Spieleabenteuer, das Kinder immer wieder fesselt, urteilte die Jury.

Seit 2001 verleiht der Verein „Spiel des Jahres“ die Auszeichnung. „Beim Spielen echte Gefühle erleben, das trainiert auch soziale und emotionale Fähigkeiten“, sagte Koppelberg. Jedes Jahr versuche die Jury, aus rund 160 aktuellen Gesellschaftsspielen für Kinder zwischen drei und acht Jahren die interessantesten auszuwählen. Wichtig für die Nominierung seien eine ungewöhnliche Spielidee, ein verständliches Regelwerk, stabiles, kindgerechtes Spielmaterial und vor allem jede Menge Spielespaß. Neben „Funkelschatz“ waren in diesem Jahr noch „Emojito“ (Verlag: HUCH!) und „Panic Mansion“ (Verlag: Blue Orange) nominiert. dpa