Vermischtes

Krebs Verschobene Therapien können Sterberisiko erhöhen

Gravierende Verzögerung

Archivartikel

Kingston.Im Zuge der Corona-Pandemie wurden weltweit viele nicht dringliche Behandlungen verschoben. Gerade für Krebs-Patienten könne dies schwerwiegende Folgen haben, warnen kanadische und britische Mediziner im Fachblatt „The BMJ“. Schon ein Monat Verzögerung in der Therapie könne das Sterberisiko um drei bis 13 Prozent erhöhen, so das Fazit der Wissenschaftler.

Das Team um den Onkologen Timothy Hanna von der kanadischen Queen’s Universität hatte untersucht, wie sich eine Verzögerung zwischen Diagnose und Therapiebeginn auf die Mortalität von Patienten auswirkt. Dafür führten sie eine Metaanalyse von 34 Studien aus der Zeit von 2000 bis 2020 mit knapp 1,3 Millionen Patienten durch. Das Ergebnis: „Eine vierwöchige Verzögerung der Therapie ist bei allen gängigen Formen der Krebsbehandlung mit einem Anstieg der Mortalität verbunden“, so Hauptautor Hanna. Konkret erhöhe sich das Sterberisiko bei Operationen für jede vierwöchige Verzögerung um sechs bis acht Prozent, bei einigen Strahlen- und systemischen Therapien sogar um bis zu 13 Prozent. 

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