Vermischtes

Verhandlung Mediziner äußert sich im Mordfall Weizsäcker

Gutachten vorgelegt

Berlin.Der mutmaßliche Mörder des Berliner Chefarztes Fritz von Weizsäcker hat einem Gutachten zufolge mit massiver Wucht zugestochen. Es sei ungewöhnlich, dass ein einzelner Stich so heftig geführt werde, erklärte der Rechtsmediziner Michael Tsokos von der Berliner Charité am Dienstag vor dem Landgericht der Hauptstadt. Fritz von Weizsäcker, Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, wurde am 19. November 2019 gegen Ende eines Vortrages in der Schlossparkklinik durch einen Stich in den Hals getötet. Es habe keine Chance gegeben, die Blutung zu stillen, so der Rechtsmediziner am fünften Verhandlungstag.

Angeklagt ist ein Mann aus Andernach in Rheinland-Pfalz. Dem 57-Jährigen werden Mord an dem 59 Jahre alten Professor sowie versuchter Mord an einem Polizisten zur Last gelegt. Als Mordmotiv nimmt die Staatsanwaltschaft Hass auf die Familie des Getöteten an, insbesondere auf den früheren Bundespräsidenten. dpa

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