Vermischtes

Grünes Gewölbe Sonderkommission im Fall des Juwelendiebstahls erweitert / Belohnung ausgesetzt

Halbe Million Euro für Hinweise

Dresden.Im Zusammenhang mit dem Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden hat die Polizei eine Belohnung von einer halben Million Euro ausgesetzt. Sie steht für Hinweise zur Verfügung, die zur Aufklärung der Tat, zur Ermittlung oder Ergreifung der Täter sowie zum Auffinden der Beute führen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilten.

„Wir werden nichts unversucht lassen, diesen Fall zu lösen“, erklärten Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar und der Leitende Oberstaatsanwalt Klaus Rövekamp. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren. Die Sonderkommission „Epaulette“ wurde auf 40 Beamte aufgestockt, die Abteilung Organisierte Kriminalität der Staatsanwaltschaft Dresden leitet ab sofort die Ermittlungen.

Heiße Spur fehlt

342 Hinweisen aus der Bevölkerung gehen die Ermittler nach. „Der entscheidende Hinweis liegt nicht auf dem Tisch“, sagte der Sprecher. Die Tatortarbeit sei jedoch vor dem Abschluss. „Es ist geplant, die Räume im Laufe des Freitagvormittags freizugeben“, hieß es.

Die Chancen, dass die Schmuckstücke wieder auftauchen, sind aus Sicht des Kunstdiebstahl-Experten Willi Korte eher gering. „Meine große Befürchtung ist, dass die Steine herausgebrochen und individuell verkauft werden“, sagte er. „Selbst wenn sie nur einen Bruchteil ihres realen Marktwerts erbringen von zehn bis 20 Prozent, rentiert sich das gemessen am Aufwand immer noch.“ Nach Kortes Einschätzung hatten es die Diebe zu leicht.

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