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Statistik Lebenserwartung in Deutschland wächst langsamer als zuletzt / Südwesten führt Liste an

Heidelberger werden besonders alt

Wiesbaden.Die Lebenserwartung in Deutschland wächst nur noch langsam. Neugeborene Mädchen werden im Schnitt 83,3 Jahre alt, neugeborene Jungen 78,5 Jahre, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. In der sogenannten Sterbetafel 2016/2018 erhöhte sich damit die Lebenserwartung für Männer und Frauen um jeweils 0,1 Jahre im Vergleich zur letzten Erhebung von 2015/2017.

Dies entspricht zwar der durchschnittlichen jährlichen Veränderung der vergangenen zehn Jahre. Allerdings beobachten die Statistiker insgesamt einen Trend zu einem langsameren Anstieg. Die Entwicklung sei kaum verwunderlich, sagt Thomas Lampert vom Robert-Koch-Institut. „Mittlerweile werden wir doch sehr alt. Unser Organismus ist so programmiert, dass es nicht immer so weitergehen kann.“

Wie alt wir werden, hängt auch vom Bundesland ab. So haben Frauen in Baden-Württemberg mit 84,1 Jahren sowie Männer mit 79,7 Jahren die höchste Lebenserwartung bei der Geburt. Die niedrigsten Werte weisen Frauen im Saarland (82,1 Jahre) sowie Männer in Sachsen-Anhalt (76,3 Jahre) auf.

Ein besonders langes Leben haben die Menschen in der Region im Stadtkreis Heidelberg (Jungen 80,2 Jahre, Mädchen 84,8 Jahre), gefolgt vom Rhein-Neckar-Kreis (Jungen 79,5 Jahre, Mädchen 83,7 Jahre). Etwas schlechter sieht es im Neckar-Odenwald-Kreis aus (Jungen: 78,1 Jahre, Mädchen: 83,3 Jahre). Schlusslicht bildet der Stadtkreis Mannheim mit 77,3 (Jungen) und 82,5 Jahren (Mädchen). dpa/her

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