Vermischtes

Hitze-Wochenende im Südwesten - nur langsam Abkühlung in Sicht

Stuttgart.Die Sommerhitze mit Temperaturen weit jenseits der 30-Grad-Marke gönnt Baden-Württemberg weiter keine Pause. Nach einem schweißtreibenden Wochenende soll es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auch zum Wochenauftakt heiß bleiben, von Mittwoch an verlagert sich der Schwerpunkt dann aber in Richtung Osten. Und spätestens zum nächsten Wochenende sollte die Hitzewelle dann überall beendet sein, hieß es.

Mit jeweils 36,9 Grad belegten Bad Mergentheim (Main-Tauber-Kreis) und Rheinau-Memprechtshofen (Ortenaukreis) am Samstag erneut Spitzenplätze im bundesweiten Hitze-Ranking. Heißer war es nur noch im hessischen Bad Nauheim.

Beim sogenannten "Holi-Festival" in Mannheim - einer an das indische Farbenfest Holi angelehnten Veranstaltung - machten die hohen Temperaturen zahlreichen Besuchern zu schaffen. Bis zum späten Samstagabend wurden nach Polizeiangaben 137 Menschen mit Kreislaufproblemen in einem eigens dafür aufgebauten Zelt behandelt, fünf mussten in umliegende Krankenhäuser gebracht werden.

Bei Elchesheim-Illingen (Kreis Rastatt) ertrank ein Mann im Rhein. Der 21-Jährige habe mit Freunden gebadet und Schiffe beobachtet, teilte die Polizei mit. Als die Gruppe wieder an Land ging, fiel auf, dass jemand fehlte. Die Freunde entdeckten den jungen Mann schließlich in 2,50 Meter Tiefe und zogen ihn aus dem Wasser, er konnte jedoch nicht mehr gerettet werden.

Im Stausee Rötlen bei Ellwangen (Ostalbkreis) führte die große Hitze zu einem massenhaften Fischsterben. Unter Berufung auf den örtlichen Fischereiverein sprach die Polizei Aalen von etwa 20 Tonnen Fisch im Wert von rund 50 000 Euro, die aus dem aufgeheizten Wasser gezogen werden mussten. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) waren im Einsatz, um das Wasser mit Pumpen umzuwälzen und damit abzukühlen und den Sauerstoffgehalt wieder zu erhöhen.

Weil in einigen Regionen hohe Ozonwerte gemessen wurden, rief Sozialminister Manne Lucha (Grüne) empfindliche Menschen dazu auf, auf ungewohnte körperliche Anstrengungen und Ausdauersport zu verzichten. Eine zu hohe Konzentration des giftigen, unsichtbaren Gases kann zu Atembeschwerden und Schleimhautreizungen führen.

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