Vermischtes

Wetter Zwei ostdeutsche Orte knacken Juni-Rekord / 60 Prozent aller Autos im Großraum Paris von Fahrverboten betroffen

Hitzewelle bringt Europa zum Schwitzen

Archivartikel

Offenbach.Noch nie war es in Deutschland im Juni so heiß. 38,6 Grad wurden am Mittwoch in Ostdeutschland gemessen – damit ist der bisherige Juni-Rekord geknackt. Der neue Höchstwert wurde nach vorläufigen Angaben an gleich zwei Orten erfasst: im brandenburgischen Coschen an der deutsch-polnischen Grenze sowie in Bad Muskau in Sachsen. Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwochabend in seiner Tagesbilanz mit. Die bisherige Bestmarke hatte bei 38,5 Grad gelegen, gemessen am 27. und 28. Juni 1947 in Bühlertal in Baden-Württemberg.

Der Allzeit-Temperaturrekord von 40,3 Grad in Deutschland blieb auch am Mittwoch bestehen. Die Bedingungen für einen Allzeit-Rekord seien nicht ideal gewesen, erklärte der DWD. Sahara-Staub in der Luft habe die Sonneneinstrahlung gedämpft. Zudem hätten sich Quellwolken breitgemacht.

Die Hitze erhöhte die Waldbrandgefahr. In Sachsen etwa gilt laut Staatsbetrieb Sachsenforst teilweise die höchste Warnstufe 5. In der Lieberoser Heide in Brandenburg brennt es bereits auf 100 Hektar.

In anderen Ländern ist es nicht besser: In Frankreich warnen die Behörden in dieser Woche vor Temperaturen um die 40 Grad. Wegen hoher Ozonbelastung wurde der Autoverkehr im Großraum Paris eingeschränkt, rund 60 Prozent aller Fahrzeuge sind von den Fahrverboten betroffen. In Spanien werden in einigen Landesteilen am Wochenende bis zu 44 Grad erwartet. Auch die Urlauber auf den Balearen müssen bei Werten von 35 Grad schwitzen.