Vermischtes

Umweltschutz: 2 CO-Fußabdruck ist ein Maß für klimafreundliches Leben / Unternehmen zunehmend an dem Konzept interessiert

Je kleiner, desto besser

Mannheim.Den Begriff CO2-Fußabdruck – auf Englisch carbon footprint – gibt es seit Anfang der 1990er Jahre. Er beschreibt die Menge an CO2-Emissionen, die ein Mensch in einer bestimmten Zeit verursacht, etwa durch das Autofahren, durch die Ernährung oder durch das Heizen. Bei einem großen Fußabdruck werden überdurchschnittlich viele Emissionen erzeugt; ein kleiner Fußabdruck hingegen bedeutet ein klimafreundliches Leben.

CO2 ist die Abkürzung für das Gas Kohlenstoffdioxid. Zu viel davon in der Luft ist schädlich für das Klima, weil die Ozonschicht – die Schutzhülle der Erde – beschmutzt wird.

Gedanke an nächste Generationen

Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace hat jeder Bürger einen zu großen Fußabdruck. Zwei Tonnen CO2 jährlich pro Kopf ist demnach die Richtschnur, wenn Umwelt und Klima auch für kommende Generationen geschützt werden sollen. Allerdings verursache jeder Mensch in Deutschland zurzeit durchschnittlich 12,5 Tonnen, so Greenpeace. Allein ein Drittel des Fußabdrucks werde für Ernährung benötigt.

Auch Unternehmen beschäftigen sich mit dem CO2- Fußabdruck. Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF und die Karlsruher Drogeriemarktkette dm zum Beispiel analysieren die Emissionen einzelner Produkte entlang ihrer Wertschöpfungsketten: von Beschaffung, Verarbeitung und Transport bis zur Nutzung und Entsorgung. Die Methoden können aufwendig und teuer sein. Doch wenn ein Produkt als klimafreundlich gilt, verkauft es sich in der Regel besser. Für Unternehmen ist der CO2-Fußabdruck also eine Möglichkeit, sich von Wettbewerbern abzuheben.

Um die persönliche Klimabilanz zu erfahren, sind Angaben zum Stromverbrauch, Heizbedarf, Konsumverhalten, Essgewohnheiten und Transport notwendig. Im Internet sind verschiedene CO2-Rechner zu finden, etwa vom Umweltbundesamt.