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Gesundheit Experten empfehlen mindestens 1,5 Liter Wasser am Tag / Beruflicher Stress als Hindernis

Jeder dritte Deutsche trinkt zu wenig

Archivartikel

Berlin.Vor allem bei enormer Hitze, aber längst nicht nur dann ist ausreichendes Trinken wichtig – doch viele Menschen in Deutschland kommen nicht auf die empfohlene Menge. Vor allem Berufstätige vergessen das Trinken bei Stress. Das geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse hervor.

Erwachsene brauchen laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung rund 1,5 Liter Wasser täglich. Bei großer Hitze, schwerer körperlicher Arbeit oder Sport kann bis zu ein Liter zusätzlich nötig sein. Doch fast jedem Dritten gelingt es nur teilweise, selten oder nie, genug zu trinken. 39 Prozent schaffen dies meistens, 30 Prozent immer. 39 Prozent der Frauen und 27 Prozent der Männer bleiben unter 1,5 Liter. Von den Befragten unter 40 Jahren trinkt jeder Siebte selten oder nie genug, bei den Älteren nimmt der Anteil der Trinkmuffel dagegen ab.

Getränke und Job

Vor allem im Berufsleben wird das Trinken bei vielen unregelmäßig. So greifen nur 57 Prozent der Erwerbstätigen, aber 70 Prozent der anderen Bürger regelmäßig über den Tag verteilt zu einem Getränk.

Dabei fällt es fast jeder dritten Frau nach eigenen Angaben schwer, an Arbeitstagen ausreichend zu trinken, aber nur 18 Prozent der Männer. Die meisten Trinkmuffel im Job vergessen es einfach (77 Prozent), haben keine Zeit (56 Prozent) und/oder keinen Durst (45 Prozent). Fast jeder Dritte findet es zudem lästig, häufig zur Toilette gehen zu müssen, oder meint, hierzu wenig Gelegenheit zu haben.

Wasser, Softdrinks, Kaffee

Am häufigsten greifen die Menschen in Deutschland zu Heißgetränken und Wasser. So trinken mehr als neun von zehn Bürgern täglich oder mehrmals die Woche Kaffee oder Tee, 69 Prozent Mineralwasser und 63 Prozent Leitungswasser. Jeder Dritte trinkt regelmäßig Milch, Milchmixgetränke oder Kakao, fast jeder Dritte Saft oder Schorle, 16 Prozent Cola oder Limonade.

Dabei hängt es stark vom Alter ab, was die Menschen oft trinken: Softdrinks sind bei mehr als jedem vierten Erwachsenen unter 40 Jahren regelmäßige Begleiter. Nur selten Leitungswasser trinkt fast jeder vierte Jüngere – aber mehr als jeder Dritte ab 60 Jahren.

Beim Getränkekauf achten nach eigenen Angaben 71 Prozent der Befragten auf den Geschmack, 65 Prozent darauf, dass sie möglichst Pfandflaschen bekommen, 57 Prozent auf den Preis. Der Kaloriengehalt ist nur 36 Prozent wichtig, Bioqualität 15 Prozent.

Alkohol

Alkoholische Getränke stehen sehr unterschiedlich hoch im Kurs: 62 Prozent der Erwachsenen trinken nach eigenen Angaben an einem Tag pro Woche oder seltener Alkohol, jeder Vierte hingegen an vier Tagen oder öfter – darunter sieben Prozent jeden Tag.

Jeder Zehnte unter 40 Jahren sagt, dass Feierabendbier oder -wein dazugehöre, bei den Älteren steigt dieser Anteil, bei den ab 60-Jährigen auf 23 Prozent. Frauen trinken im Schnitt deutlich weniger, nämlich 3,2 Gläser pro Woche, während Männer mit 7,1 Gläsern fast doppelt so viel Alkohol zu sich nehmen.

Info: Video unter: morgenweb.de/vermischtes

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