Vermischtes

Zeitumstellung Gesundheitliche Probleme nehmen zu

Jeder Dritte leidet unter Beschwerden

Archivartikel

Hamburg.Immer mehr Menschen leiden nach der Zeitumstellung an gesundheitlichen oder psychischen Problemen. Das ist zumindest das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der DAK-Gesundheit. Demnach hat fast jeder dritte Deutsche Beschwerden beim Wechsel zur Winterzeit, was einen Höchststand der vergangenen Jahre bedeute, teilte die Krankenkasse mit.

Mehr als drei Viertel der Befragten sind der Meinung, die Zeitumstellung sei überflüssig und sollte abgeschafft werden. Am kommenden Sonntag (27. Oktober) werden die Uhren von drei auf zwei Uhr zurückgestellt. Ab dann gilt in allen Ländern Europas wieder die Winter- beziehungsweise die Normalzeit. Mehr als drei Viertel der Befragten, die schon einmal Probleme im Zuge der Zeitumstellung hatten, fühlen sich dabei schlapp und müde (siehe Grafik).

„Psychische Probleme, die nach der Zeitumstellung auftreten, sind nichts Ungewöhnliches“, sagt Diplom-Psychologin Franziska Kath. Man könne sie mit einem kleinen Jetlag vergleichen: Die innere Uhr gerät ein wenig durcheinander. „Die beste Medizin ist dabei auch die einfachste: Ruhe und ein paar Tage Geduld. Oft hilft es schon, sich stressige Termine nicht in die Woche nach dem Dreh an der Uhr zu legen und alles etwas gemächlicher anzugehen“, meint die Expertin.

In einer EU-weiten Befragung hatten sich im vergangenen Jahr 84 Prozent der Teilnehmer für ein Ende der Zeitumstellung ausgesprochen. Das EU-Parlament stimmte daraufhin im März für die Abschaffung der Zeitumstellung bis 2021. Bisher ist jedoch noch unklar, wie dies konkret umgesetzt werden soll. So soll jedes Mitgliedsland eine Präferenz abgeben, ob dauerhaft die Sommer- oder die Winterzeit gelten soll. Mit 67 Prozent wünscht sich die Mehrheit der Deutschen aber eine neue europaweit einheitliche Zeitregelung.

Seit 1996 gilt die Sommerzeit EU-weit und beginnt jeweils am letzten Sonntag im März und endet am letzten Sonntag im Oktober. dpa

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