Vermischtes

Unwetter Tropischer Wirbelsturm tobt auf Philippinen

„Kammuri“ fordert weitere Tote

Manila.Im tropischen Wirbelsturm „Kammuri“ sind auf den Philippinen mindestens vier Menschen gestorben. In der Provinz Oriental Mindoro gut 200 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila wurden zwei Männer getötet. Ein 59-Jähriger wurde von einem Baum erschlagen, teilte Gouverneur Hubert Dolor mit. Ein anderer Mann wurde von einem verzinkten Blech getötet, das von einem Haus herunterfiel. In Ormoc City in der Provinz Leyte wurde ein 38-Jähriger auf seinem Motorrad von herabfallenden Ästen getroffen.

Bereits am Montag hatte die Polizei den Tod eines 33-Jährigen in der Region Bicol im Südosten der Insel Luzon gemeldet. Der Mann hatte einen Stromschlag bekommen, als er bei dem Unwetter das Dach seines Hauses befestigen wollte.

Der Taifun erreichte am Dienstag die Hauptstadtregion Manila. In den meisten Schulen fiel der Unterricht aus, Behörden arbeiteten bis auf lebenswichtige Dienste wie eine medizinische Grundversorgung und den Katastrophenschutz nicht. Der Flughafen blieb vorerst geschlossen.

Dutzende Warnungen

„Kammuri“ war am Montagabend mit heftigen Regenfällen in der östlichen Provinz Sorsogon auf Land getroffen und hatte dort Überschwemmungen ausgelöst. Die Stromversorgung fiel in vielen Gebieten aus. Am Dienstag schwächte sich der Sturm aber auf dem Weg in Richtung Nordwesten etwas ab. Der Wirbelsturm erreichte nach Angaben des Wetterdienstes noch Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern, einzelne Böen hatten Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern.

In Bicol mussten bisher mehr als 483 000 Menschen aus Angst vor Überschwemmungen und Erdrutschen ihre Häuser verlassen. Die Behörden sprachen für Dutzende Provinzen Warnungen aus.

Taifun „Kammuri“ ist der 20. tropische Wirbelsturm, der das Land in diesem Jahr heimsucht. Meteorologen erwarten, dass er bis Freitag am Inselstaat vorbeigezogen ist. dpa

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