Vermischtes

Urteil Bewährung nach 15 Jahren Gefängnisstrafe abgelehnt

„Kannibale“ bleibt in Haft

Frankfurt/Rotenburg.Der als „Kannibale von Rotenburg“ bekannte Armin Meiwes kommt auch nach Verbüßung von 15 Jahren Haft nicht frei. Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt, wie es gestern mitteilte. Meiwes wurde 2006 zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe wegen Mordes und Störung der Totenruhe verurteilt. Der Computertechniker hatte 2001 einen Internet-Bekannten getötet, zerlegt und Teile des Körpers gegessen – der Fall hatte deutschlandweit für großes Entsetzen gesorgt.

Das Landgericht Kassel hatte es abgelehnt, dass die lebenslange Freiheitsstrafe nach 15 Jahren zur Bewährung ausgesetzt wird. Das OLG verwarf nun die Beschwerde, die Meiwes dagegen eingelegt hatte. Das Landgericht habe zutreffend angenommen, dass dem Verurteilten gegenwärtig keine günstige Prognose gestellt werden könne, erklärte das OLG. Der Beschluss sei nicht anfechtbar. Meiwes sitzt in Kassel in Haft. Sicherungsverwahrung war nicht gegen ihn verhängt worden. Nach Verbüßung von 15 Jahren Haft wird nach Paragraf 57a des Strafgesetzbuches geprüft, ob die Strafe zur Bewährung ausgesetzt werden kann. dpa