Vermischtes

Natur Gremium aus Wissenschaftlern will Erderwärmung dämpfen

Klimarat tagt zu 1,5-Grad-Ziel

Archivartikel

Incheon.Führende Klimaforscher beraten in Südkorea, wie die Staaten die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius begrenzen können. Zur Zeit des Pariser Klimaabkommens von 2015 sei noch „relativ unklar gewesen, welche Risiken in einer um 1,5 Grad wärmeren Welt im Vergleich zu einer Welt vermieden werden, die um zwei Grad wärmer ist“, sagte der Vorsitzende des Weltklimarats IPCC, Lee Hoe Sung, gestern in Incheon zum Auftakt der fünftägigen Sitzung des Gremiums.

Wissenschaftler warnten seit Jahren, dass durch den Klimawandel ein extremeres Wetter zu erwarten sei, sagte Lee. „Die Hitzewellen, Wald- und Flächenbrände sowie starke Regenfälle der vergangenen Monate überall in der Welt haben diese Warnungen unterstrichen.“

Mit Sonderbericht beauftragt

Einig sind sich die meisten Forscher, dass die Welt ohne zusätzliche Anstrengungen zur wesentlichen Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen auf drei bis vier Grad Erwärmung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zusteuert. Dabei hatten die Politiker im Abkommen von Paris beschlossen, die Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. Es sollten zudem Anstrengungen unternommen werden, sie bei 1,5 Grad zu stoppen. Letzteres hatten sich vor allem die kleinen Inselstaaten gewünscht.

Der Weltklimarat bekam den Auftrag, in einem Sonderbericht zu beschreiben, welche Folgen bereits eine Erwärmung von 1,5 Grad hätte und wie die Erderwärmung dort angehalten werden kann. Nach seiner Sitzung in Incheon will der IPCC am Montag nächster Woche den Bericht veröffentlichen. dpa