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Lkw sollen sonntags fahren dürfen

Archivartikel

Angesichts von Hamsterkäufen aus Angst vor dem Corona-Virus und leerer Regale in den Supermärkten hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) die Länder jetzt gebeten, dass Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw bis zum 5. April auszusetzen. Nach Informationen dieser Redaktion geht dies aus einem Schreiben des Ministeriums an die Länder-Verkehrsminister hervor.

Hintergrund ist demnach, dass wegen der zunehmenden Verbreitung des Corona-Virus viele Waren viel stärker als gewöhnlich nachgefragt werden. Wie es aus dem Verkehrsministerium hieß, seien dadurch Lieferengpässe entstanden, so dass es dem Handel schwerfalle, jederzeit das Warensortiment vollumfänglich zu garantieren. Das will Scheuer nun ändern.

Um der derzeitigen Ausnahmesituation und den Versorgungsengpässen wirksam zu begegnen, hat sein Ministerium die Länder gebeten, „zunächst bis einschließlich 5. April 2020 von einer Kontrolle des Sonn- und Feiertagsfahrverbots abzusehen“. Zuständig für die Kontrollen sowie für die Erteilung von Ausnahmen sind die Bundesländer.

Die Verbreitung des Corona-virus in Deutschland und die steigende Zahl von Erkrankten hat immer mehr Verbraucher zu Hamsterkäufen getrieben. Mehrere Lebensmittelhändler verzeichnen eine gestiegene Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln wie Nudeln und Getränken. Auch Regale mit Reinigungstüchern, Toilettenpapier oder Desinfektionsmitteln sind in vielen Supermärken derzeit oft leergeräumt. Volle Regale würden aber zur Beruhigung der Bürger beitragen, hieß es aus Regierungskreisen. hag

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