Vermischtes

Sexismusdebatte Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf sprechen in 15 Minuten freier Sendezeit ein ernstes Thema an

„Männerwelten“ erntet viel Lob

Archivartikel

Berlin.Sexistische Sprüche und Nachrichten oder ungefragt Bilder von männlichen Geschlechtsteilen geschickt bekommen – viele Frauen kennen das. Auch dass bei Vergewaltigungen zumindest eine Mitschuld bei der Kleidung einer Frau gesucht wird, ist keine Seltenheit. Auf all diese Themen haben die Moderatoren Joko Winterscheidt (41) und Klaas Heufer-Umlauf (36) mit ihrer Sendung „Männerwelten – Belästigung von Frauen“ ein Schlaglicht geworfen – und ernteten dafür im Netz vor allem Dank und Zustimmung.

Winterscheidt und Heufer-Umlauf hatten bei ProSieben 15 Minuten freie Sendezeit erspielt und sie für das ernste Thema genutzt. Rund 2,04 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sahen die Sendung am Mittwochabend. Auf der Internet-Plattform Youtube wurde der Beitrag bis Donnerstagmittag mehr als eine Million mal aufgerufen. Auf Twitter wurde der Hashtag #maennerwelten bis Donnerstagmittag mehr als 18 000 mal benutzt.

Anerkennung kam etwa von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD). „Eine solche Sendung war längst überfällig“, heißt es von Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin der Organisation Terre des Femmes. Vereinzelt wurde kritisiert, dass die Show nur ein paar Perspektiven von sexueller Belästigung und Gewalt gegen Frauen beleuchtet habe. Stevie Schmiedel von der Kampagne Pinkstinks sagte, man dürfe das Thema Abwertung von Frauen nicht gesondert betrachten: „Es ist ein Gesamtpaket, das nicht aus dem Nichts kommt.“ dpa

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